BERGE
Hier ruht Ignaz Sültzrather
überglücklich in seinem Werk
11° 57’ 23’’ ö.L., 46° 48’ 11’’ n.Br.
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I Auch diese geschichte, sagt er, ist jetzt beinahe aus der welt. Denn seit damals, am beginn dieses letzten jahrtausends, mit dem rinderwahnsinn das glück über die menschen gekommen ist, schauen wir mehr & mehr löcher in die geschichte hinein. Schon erlöst uns das vergessen von der vergangenheit, endlich dreht sich die erde in den taumel hinein. Und längst schwindelt uns, sagt er, vor dem abgrund nicht mehr. II 2011, sagt er. Als die fremden, sagt er, weil allerorten immer mehr menschen sich endgültig in ihre betten gelegt hatten, um nicht stundenlang suchen zu müssen nach diesem sichersten ort, vielleicht von einem bein über den nächsten fuß stolpernd & stürzend dabei und sich so, auf der suche nach dem rettenden, den schädel einschlagend vielleicht, als die fremden auszubleiben begannen und, weil naturgemäß auch hierzulande das schifahren aufgrund des sich epidemisch ausbreitenden schwindelgefühls längst in unauflösbar verknotete verknäuelungen ausgeartet & entartet war, auch noch der winterliche fremdenverkehr kurz vor lichtmeß zum erliegen kam, beschlossen die bürgermeister der sogenannten kronplatzkommunen nach einem ebenso kurzen wie heftigen wortgefecht einstimmig, den kronplatz abzutragen und einzuebnen. So entstünde, geht das einige tage nach diesem durch händeschütteln gefaßten beschluß vom brunecker bürgermeister aufgeschriebene gedächtnisprotokoll ungefähr, mitten in den bergen ein gewaltiger platz, an welchem wunderbar wunderbar – Bis dahin, sagt er, hätten die bürgermeister der kronplatzkommunen, damals, unter der sogenannten GLÜCKSGLOCKE, die seinerzeit als anfang & nabel eines modernen stonehenge gedacht gewesen war, welches aus einem glockenring, bestehend aus einem dutzend auf den berggipfeln rund um den kronplatz aufgestellter riesenglocken, und eben der GLÜCKSGLOCKE selbst als dem geläuteten mittelpunkt des glockenrings bestanden hätte, wenn letzterer jemals verwirklicht worden wäre, diesen gedanken gedacht. Wunderbar! Aber dann, sagt er, seien sie alle allem anschein nach plötzlich in ein glücksloch hinein; und bis heute, augenscheinlich, seien sie aus diesem nicht mehr heraus. – Bis auf einen, doch, der hätte das loch ausgesponnen; der sei ihrem letzten gedanken, später, öffentlich kreuz & quer hinterher. Weil es könnte dann aber auch, habe der am karsamstag oder am ostersonntag nach dem wetterbericht mutig in die kamera argumentiert, der kalterer see, der ja längst schon zum bloßen auffangbecken der rinderwahnsinnigen glücksritter & bockskranken schwindler des überetsch verkommen sei, mit dem kronplatz zugeschüttet werden, womit unsereiner, so habe er immer wieder und von mal zu mal überzeugter sich ins zeug geredet, dann zwei fliegen auf einen schlag erschlüge. Zwei fliegen auf einen schlag! Wenn das nichts sei, dann sei nichts mehr! Weil wir müßten ja nicht das tapfere schneiderlein sein, weil märchen & lärchen seien ja nicht von dieser welt, da habe er höchstpersönlich nachgeholfen genug, so habe er sich seinen letzten gedanken von der seele und ins volk geredet. Am karsamstag oder am ostersonntag, nach dem wetterbericht; wenn hierzulande das ganze land österlich gleichgeschaltet ist. Und so, sagt er, sei die geschichte nun in ihren lauf; einmal angestoßen, sei sie mit schaufeln & baggern voran. Ein riesenwerk, den ägyptischen pyramiden gleich, aber stunde um stunde sei der kronplatz mehr auf die erde herab. Was noch der kronplatz war, wurde mit allen mitteln zum platz. Und mit welcher begeisterung, sagt er, mit welcher euphorie! Als gälte es alle tiroler seelen zu retten für das himmelreich oder als grübe man sich mit jedem schaufeln tiefer in eine unendliche glückseligkeit hinein! Wie einmal auf dem heldenplatz, sagt er, oder bei den beatles, vielleicht. Aber hierzulande hielt der bergrausch über monate & monate an. Der brunecker bürgermeister, also ignaz sültzrather höchstselbst, war zuerst mit schaufel & pickel an den berg. Und als dann die GLÜCKSGLOCKE scheppernd & dröhnend den kronplatz hinab war, alles zerschmetternd & niederwalzend, was ihr an pflanzen oder leuten im wege stand, riß er die arme in die höhe und baritonierte unsere landhymne hinaus. Und bald aus tausenden kehlen, einem ersten, sozusagen, südtirolerischen arbeiterchor, jodelte es den berg hoch hinauf und tief in die täler hinab. Das Schönste auf der Welt ist mein Tirolerland, mit seinen steilen Höhen, mit seiner Felsenwand. Hollaria, hollaro, hollaria, hollaro, hoch droben auf der Alm. Tirolerland, du bist so schön, so schön, wer weiß, ob wir uns wiedersehn! Tirolerland, du bist .. etc. Des Morgens in der Früh’ steig’ ich so hoch hinauf, da geht so wunderschön die liebe Sonne auf. Hollaria, hollaro, hollaria, hollaro, hoch droben auf der Alm. Tirolerland, du bist so schön, so schön, wer weiß, ob wir uns wiedersehn! Tirolerland, du bist .. etc. Des Nachts, wenn alles schläft, nur ich allein bin wach, dann steig ich auf die Alm hinauf und jag’ dem Gamsbock nach. Hollaria, hollaro, hollaria, hollaro, hoch droben auf der Alm. Tirolerland, du bist so schön, so schön, wer weiß, ob wir uns wiedersehn! Tirolerland, du bist .. etc. Den Schatz, den ich nicht mag, den seh’ ich alle Tag, und der mein Herz erfreuet, der ist so weit, so weit. Hollaria, hollaro, hollaria, hollaro, hoch droben auf der Alm. Tirolerland, du bist so schön, so schön, wer weiß, ob wir uns wiedersehn! Tirolerland, du bist .. etc. Wenn ich gestorben bin, so tragt mich hoch hinauf, begrabt ihr mich im Tale, dann steig’ ich selber ’nauf. Hollaria, hollaro, hollaria, hollaro, hoch droben auf der Alm. Tirolerland, du bist so schön, so schön, wer weiß, ob wir uns wiedersehn! Tirolerland, du bist .. etc. So, ja, so, an einem mainachmittag, jodelte es den berg hoch hinauf, jodelte es tief in die täler hinab – daß himmel & erde noch lange davon erfüllt gewesen warn. Am beginn der letzten strophe aber, sagt er, schien manch einer aus dem fluß zu geraten: Da kamen die stimmen ins straucheln und so der chor aus dem tritt, da ging einigen deutlich hörbar kurz der atem aus. Und dann, als ein letztes mal der tirolerlandrefrain zu posaunen war, floß nun die hymne breit & schwer, war eine schaufel melancholie im hellen jauchzen drin. III Was gäbe es nicht alles zu erzählen, sagt er, von der umbettung des kronplatzes in den kalterer see! Bis dann doch der berg und der see abgetragen oder zugeschüttet warn – gegen alle anfechtungen und das begleitende kassandrageschrei! Aber wer gesehen habe, wie der im vorigen jahr feierlichst eröffnete ALPENBOGEN, wie diese brücke von mayrhofen nach sand in taufers über die zillertaler alpen gespannt worden sei, dem erzähle er, wenn er davon erzähle, nichts neues damit. Zwei plätze also, sagt er, wie mitten in den alpen noch keiner war. Der eine ort, berglos, wurde jetzt endlich seinem namen gerecht, und überm andern, wo einst ein see war, lag kein pesthauch mehr. Und ignaz sültzrather, am ende, in einer sommerlichen vollmondnacht, rannte auf dem kronplatz, „wie ein irrer", wie ein hase kreuz & quer, und auf dem kalterer platz, eingezäunt, stolpern sie sich die schädel ein. So nahm das glück seinen lauf, verloren wir uns in den ebenen. |
josef oberhollenzer
Ensemble bedeutet die Gesamtheit einzelner Eindrücke. Auch die Sprache ist so eine Einheit. Der Sprechende – Vortragsredner oder etwa auch ein Marathon-Prediger, dem, das, was er sagt, selber so gut gefällt – sollte Ausdrücke wie „konfrontieren, Chance, Nuance, Ensemble, integrieren, Interesse, Kommunikation oder gar das fachchinesische Wort Feedback der Psychologen und Therapeuten vermeiden, denn diese stören den Gesamteindruck der Sprache als Heim des Geistes. Fremdwörter sind meist so genannte Schwammwörter, die viele verschiedene Begriffe in sich aufsaugen. Der Redner braucht über den wirklichen Sinn nicht lange nachzudenken, er greift so ein Schwammwort heraus, es wird schon stimmen! Wenn es der Zuhörer nichjt recht versteht, ist’ s seine Schuld! Sprechen hängt mit denken zusammen, denk’ nach, was du sagen willst. Fremdwörter sind bunte Flicken auf dem Gewand oder lächerliche Federn am Hut! Doch wir wollen über das Gesamtbild unserer Stadt sprechen, es wird durch einzelne Bauten gestört. Beim neuen Athesiahaus gab’s viel Ablehnung, wohingegen sich niemand über die übergroßen Schaufenster am Haus Nr. 9 – links neben dem Tor zur Brücke aufregte – ebenso wenig auch über das vor nicht langer Zeit neu entstandene Haus Nr. 22, 24. demnach stören diese Anblicke das mittelalterliche Bild der Stadtgasse ebenso, wie das Athesiahaus, vor dem aber die Stadtgasse so eng ist, dass ein Gesamtblick kaum möglich wird. Passen etwa die Schaufenster links und rechts entlang der ganzen Stadtgasse in das mittelalterliche Gesamtbild? Dennoch haben die letzten 150 Jahre diese Neuerung mit sich gebracht, denn kein Kaufmann hätte sich den wert seines Hauses durch ein Verbot mindern lassen. Die Zeit geht unaufhaltsam über solche Vorschriften hinweg. Uns bleibt das Heimweh nach unwiederbringlichen Werten! Was hat es nun mit den Veränderungen am Graben nach dem bevorstehenden Abbruch des Hotel Post auf sich? Der Befestigungsgraben wurde 1829 zugeschüttet. Das Gerichtsgebäude und der Gasthof zur Post – damals noch der Stützpunkt für die romantische Postkutsche – wurden wenige Jahre danach im späten Empire-Stil errichtet. Sie sind uns Bruneckern alt vertraut. Die Straßenlinie ist dann durch den Gilmplatz unterbrochen und anschließend an diesen und die Rathausgasse stand das heute nicht mehr vorhandene Gemeinde- und Postgebäude im nachgemachten Renaissancestil mit Turmaufsatz, den Höhen- und Breitenverhältnissen im goldenen Schnitt und den gleichschenkligen niederen Dreiecken ober den Fenstern. Dieser Prachtbau ist dem nüchternen Gebäude der Bank für Trient und Bozen gewichen. Die Sparkasse wurde vor dem ersten Weltkrieg – wenn ich mich recht erinnere – vom Münchener Architekten Lasne erbaut. Er erntete damals allgemeine Anerkennung. Nun seien noch zwei – wie mir scheint – gut gelungene Straßenzüge aus letzter Zeit erwähnt: Die Häuserzeile anschließend an die Sparkasse bis zur Waldebrücke und der Sternhof. Es sind Bauten mit Anschluß an Brunecks Vergangenheit, die auch heute ansprechen. Der Graben entstand zur gleichen Zeit, wie die Ringstrasse in Wien – Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Donaumonarchie nehmen sich kleine Städte beim Bau neuer, breiter Durchzugsstraßen die Residenzstadt zum Vorbild. Das gab den Anlass für das groß angelegte Gemeindegebäude. Ob dessen Abbruch gut zu heißen ist oder nicht … er ist geschehen. Wir stellen fest, dass die städtebauliche Entwicklung in der Auseinandersetzung der Kräfte des Beharrens und des Fortschreitens vor sich gehen – ob wir es wollen oder nicht. Gäbe es genügend einzelne, denen es ein Anliegen ist, unsere Sprache zu einem würdigen Heim des Geistes zu machen, so könnte dies gelingen. Ein einheitliches Gesamtbild unserer alten Städte zu gestalten, ist schwieriger, denn dabei wirken auch Umstände und Kräfte mit, die der Einzelne nicht in der Hand hat. | |||||
Lothar Sternbach, Bruneck
ENSEMBLESCHUTZ
Edilizia a Brunico e in provincia
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Salvaguardiamo qualità di vita e il patrimonio architettonico e paesaggistico. Sono un appassionato dell’Alto Adige e di Brunico in particolare, ove soggiorno più mesi all’anno. In particolare ho sempre ammirato la natura , il paesaggio che grazie alla secolare cura dell’uomo assume qui un aspetto di giardino incantato, dell’Eden di cui l’umanità ha nostalgia. E ho imparato ad apprezzare la gelosa difesa delle proprie tradizioni culturali, della lingua, del rispetto verso la comunità e i singoli, valori tutti che sembravano costituire un sicuro baluardo contro quegli aspetti della globalizzazione, che rischiano di omologare il pianeta in un unico quartiere omogeneo. E’ quindi con grande dolore che registro da alcuni anni un incremento, a mio avviso insostenibile, della pressione edilizia sul territorio e soprattutto l’avanzare di uno stile architettonico dirompente, che sembra voler cancellare ogni continuità culturale con il passato , inserendo nel paesaggio scenari tipici delle moderne periferie delle grandi città tedesche, che tuttavia nulla ha a che spartire con l’urbanistica brunicense o altoatesina. Sono infatti riferibili all’architettura tedesca i tetti di colore azzurro (nuovo edificio a Gais), i tetti in lamiera curvi o trapezi, quelli inclinati a una sola falda (quelli - per intenderci - che sembrano conferire agli edifici l’aspetto di una stazione della funivia), giustificati questi ultimi da presunte economie del riscaldamento, l’uso di metalli e del cemento al posto del legno. Anche l’uso del legno come rivestimento di volumi architettonici geometrici parallepipedi (per intenderci la forma di una scatola per le scarpe), è, a mio avviso, del tutto avulso dai valori culturali locali. Chiunque comprende facilmente come queste innovazioni non assicurano (come pure sarebbe indispensabile nel contesto urbano e paesaggistico di assoluto valore) la necessaria continuità dei valori urbanistici e architettonici tradizionali, pur nella naturale rielaborazione dei temi architettonici e paesaggistici esistenti, ma al contrario generano una commistione e confusione di stili, con un effetto di disordine e di disturbo irreversibile sul tessuto urbano e sul paesaggio, inteso come armonica fusione dell’ambiente naturale e degli esistenti edifici realizzati nei secoli, in una equilibrata distribuzione di agglomerati urbani e spazi verdi. Si citano come esempi il nuovo albergo (a forma parallepipeda, rivestito in legno) a Rina, percepibile dalla strada che da Pieve di Marebbe conduce a S. Martino come un’incomprensibile francobollo giallo a fianco dell’antica chiesa. E ancora si cita il "palazzo" sorto a Brunico al posto dell’officina Ford, che invece di sfruttare l’occasione di riqualificazione dell’ex periferia occidentale, offerta dall’abbattimento degli anonimi capannoni industriali, ha inserito a poca distanza dei bellissimi edifici di stile liberty esistenti, un complesso che - se degnissimo ad esempio nel contesto urbano di Lipsia – costituisce un’ingombrante, eccessiva e incoerente presenza a Brunico. Ed è ancora più incomprensibile questo episodio se si pensa che lo stesso realizzatore di quel fabbricato ha realizzato a Lipsia in anni recenti graziosi edifici residenziali (con tetti in legno a due falde), di limitato volume, che si sarebbero inseriti benissimo nel contesto urbanistico di Brunico. Incomprensibile per ora, ma certo eccessivo quanto al volume, il "colosseo" in corso di realizzazione vicino alla stazione dei pulmans. Sempre a Brunico il nuovo edificio sulla Rienza, dietro la chiesa del S.Spirito, con il suo tetto a falda inclinata, i suoi balconi con parapetti in metallo, crea una frattura insanabile nell’ambiente architettonico circostante. Il condominio per turisti a Valdaora di sopra, volume immenso, collocato davanti a basse case a due piani, che hanno perso il panorama dei monti e la vista della chiesa dominata ora dal complesso, costituisce, a mio parere, un esempio in cui valutazioni meramente economiche hanno preso il sopravvento sulle valutazioni di impatto paesistico e socio-ambientale. A Lappago è sparito un albergo rivestito all’interno di legni antichi: solo 2 inverni fa cercavo di convincere il proprietario che la vetrina esterna in alluminio era stonata con il suo albergo e con tutto il paese. E si potrebbe continuare così per pagine. Non si dovrebbe ignorare che quel 20% di turisti che preferiscono a Rimini la montagna vengono qui per quel "clima", quella cultura per cui un capanno per gli attrezzi era una piccola casetta con le tendine e i girani alle finestre, in ogni orto a fianco dell’insalata erano amorevolmente coltivati i fiori, il fienile con in legno segnato dal tempo era illuminato da macchie di fiori collocati in ogni angolo, i muri delle case dagli spigoli irregolari raccontavano una storia di secoli e davano una sensazione di protezione, di essere entrati in un mondo incantato. Vorrei che da Brunico si facesse una breve gita nel vicino Tirolo, per esempio a Sillian, per vedere come non sia presente alcuna traccia di stile germanico, ma al contrario si continui (forse persino con eccessiva monotonia) a costruire case che sembrano vecchie di secoli ( mi riferisco in particolare alla valle in sponda settentrionale , ove ad Ausservillgraten numerosi edifici, identici a quelli del sei-settecento, sono datati 1995 e 1996). Sui tetti di forma tradizionale di alcune ville di nuova costruzione fanno mostra di sé i pannelli solari, che possono realmente ridurre le spese di riscaldamento. E soprattutto la densità edilizia sul territorio è molto più bassa e non si vede il panorama di gru edilizie, ormai a Brunico e dintorni più familiari dei campanili. A Cortina dopo anni di selvaggia espansione edilizia si sono accorti che stavano distruggendo anziché edificare e ora regole severe del piano regolatore contribuiscono a dare armonia al contesto urbano allo sviluppo edile, molto contenuto e teso principalmente al recupero del patrimonio edile degradato. Gli effetti degli eccessi di sviluppo nella provincia sono sotto gli occhi di tutti, più case, più gente, più compromissione, più traffico. Non bastano le tangenziali e i parcheggi; le valli sono quelle che sono e l’andirivieni di turisti in numero eccessivo rende difficile recarsi sul luogo di lavoro, spostarsi per Brunico e nelle valli. Si vedono i primi prati e boschi recintati. Si vive in tranquillità solo a maggio giugno, ottobre e novembre. E incrementi dello sviluppo non sono necessari per assicurare un dignitoso tenore di vita alla popolazione. Al riguardo ricordo come già nel 1995 risultò impossibile a chi scrive trovare un geometra bilingue disposto a trasferirsi per un anno a lavorare in Germania; ed ancora dal giornale radio regionale in agosto ho appreso come stia acquisendo rilevanza il problema della manodopera extracomunitaria in nero nell’attività alberghiera, giustificata dalla difficoltà di ottenere i permessi di soggiorno e dalle esigenze di assicurare il servizio alberghiero. Penso sia opportuno considerare che come a Roma dobbiamo in molti casi rinunciare a costruire parcheggi sotterranei, perché sotto il suolo capitolino giacciono reperti archeologici che riteniamo appartengano non ai romani ma all’umanità intera, così dobbiamo convincerci che questo Eden appartiene anch’esso idealmente all’umanità e che non può essere compromesso in nome di un mero sviluppo economico o per assecondare mode architettoniche dettate dall’impulso estemporaneo del momento. Di seguito alcune proposte flash, solo per dare impulso ad un dibattito su come evitarela compromissione della qualità della vita a Brunico e nella provincia e sollecitare i contributi di chi, nato e vissuto sul posto, conosce meglio la realtà socioeconomica locale e i possibili correttivi delle tendenze di rottura della cultura altoatesina. Si alle aree industriali per mantenere le nuove generazioni sulla montagna Si alle ristrutturazioni edilizie, conservando la pelle esterna. Se qualcuno ha ceduto il vecchio maso ad un operatore economico, invece di demolirlo, ristrutturiamolo all’interno, migliorando il comfort, gli impianti ,l’isolamento. Gestiamo questi masi come depandances degli alberghi più vicini; personale apposito oppure cooperative di giovani possono gestire la funzionalità di queste case albergo. Favoriamo una cultura della conservazione, disincentivando le demolizioni di edifici di pregio storico, architettonico, paesaggistico (Villa Maria in via Teodone!), con un regime che dal vincolo assoluto per i nuclei abitativi più significativi, si stemperi sino ad imporre tuttavia una diminuzione della cubatura edificabile anziché un aumento in caso di demolizione, e offra agevolazioni economiche e finanziarie, oltre a sgravi fiscali e/o concessori a chi ristruttura o fa manutenzione. Per le case nuove – ove non ancora previsto – si abolisca il pagamento di oneri concessori per i volumi del sottotetto e al di fuori di Bolzano e altri grandi centri urbani si penalizzi - sino al divieto - l’uso di tetti piani o a falda unica inclinata, di colori per i tetti non armonici con i colori tradizionali. Si limiti in Brunico e nei piccoli centri la cubatura di un singolo edificio. Favoriamo una cultura dell’essere anziché dell’avere già a partire dalla scuola, in modo che i giovani stimino il denaro come strumento e non come obiettivo. Sempre nella scuola si dia un maggior risalto alle tradizioni e alla cultura altoatesina, esaltando i valori ambientali, paesaggistici e architettonici, in modo che i giovani imparino ad apprezzare il patrimonio che li circonda. Si trovi il modo di inserire nei corsi di laurea di architettura e ingegneria di Bolzano e Innsbruck l’insegnamento dei principi della tutela e continuità culturale e si favorisca la formazione su tale argomento dei funzionari pubblici con responsabilità urbanistica . |
Giorgio Mazzocchi, Brunico/Via Keilbach2 - Roma
ENSEMBLESCHUTZ
Farbliche Monotonie in Bruneck
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Vor einer Woche wurde ich am Brunecker Bauernmarkt von einem deutschen Urlauberehepaar angesprochen und gefragt, ob es denn hierzulande besondere Gründe dafür gäbe, dicht aneinander gereihte Gebäude in ein und demselben, oder einem ähnlichen Farbton zu streichen, ohne dabei auf das Stadtbild Rücksicht zu nehmen. Es war nicht schwer zu verstehen, welche Stadtzone Brunecks damit gemeint war, denn seit auch noch das neu renovierte Gebäude der Mittelschule Meusburger ockergelb erstrahlt, wird jeder auch nur einigermaßen aufmerksame Bürger bemerkt haben, dass unsere Stadt nach der "rötlichen Zone" vom Kapuzinerplatz, nun rund um den Tschurtschenthaler Park um eine "gelbe Zone" reicher ist. Von den beiden Deutschen angestachelt, schritt ich dann tags darauf die Brunecker Pacher Straße ab (vom Sparkassengebäude bis zur ehemaligen Fiat-Garage), konnte jedoch die unglaubwürdige Feststellung des Ehepaares, dass es in diesem Straßenabschnitt nicht weniger ais siebzehn mehr oder weniger intensiv gelb angestrichene Häuser gebe, nicht widerlegen. Dass alte Bausubstanz, trotz großzügiger Renovierung so hergerichtet werden kann, dass sie zur Verschönerung des Stadtbildes beiträgt und nicht umgekehrt, haben andere Kleinstädte wie Brixen, Klausen und Sterzing bestens bewiesen. Warum das Südtiroler Denkmalamt jedoch dem phantasielosen Schwachsinn, ganze Straßenzüge in einem Farbton zu halten, wie es derzeit in Bruneck geschieht, kein Ende setzt, sondern durch eigenes Zutun (Mittelschule Meusburger) auch noch unterstützt, wird nicht nur mir, sondern Mitbürgern, wie Urlaubern ein unverständliches Rätsel bleiben. |
Hannelore Lott
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ENSEMBLESCHUTZ
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Annullierung der Abbruchverfügung für das ehemalige Gerichtsgebäude in Welsberg durch den Staatsrat Mit großer Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass auf Antrag von „Italia Nostra„ und vom Landesverband für Heimatpflege der Staatsrat in Rom den eingebrachten Rekurs gegen das unverständliche Urteil des regionalen Verwaltungsgerichts angenommen hat, welches diesen Verbänden ein Klagerecht in Denkmalschutzinteressen abgesprochen hatte! Diese Auslegung hätte katastrophale Auswirkungen auf die künftige Handhabung von Denkmälern seitens der öffentlichen Hand gehabt, da italienweit kein Verband mehr im allgemeinen Interesse Fehlentscheidungen mangels Klagerecht anfechten hätte können!! Genau dies wollten wir mit unserem Rekurs beim Staatsrat genauer wissen. Dieser ist nun unserer Argumentation gefolgt und er hat den Beschluss der Landesregierung und damit alle folgenden Akten der Gemeinde bezüglich Abbruch des ehemaligen Gerichtsgebäudes annulliert. Mit dem Staatsratsurteil wurde weiters festgehalten, dass es für den Abriss eines denkmalgeschützten Gebäudes auch eine fachliche Begründung seitens des Denkmalamtes braucht. Damit wird die Kompetenz und die Zuständigkeit dieses Amtes gestärkt und festgeschrieben. Seit Jahren haben wir uns als Landesverband für Heimatpflege gemeinsam mit Bürgern und dem Landesdenkmalamt vehement für die Erhaltung dieses geschichtsträchtigen ehemaligen Gerichtsgebäudes eingesetzt. Umso größer ist unsere Genugtuung über diese Entscheidung. Deshalb möchten wir uns beim Staatsrat für dieses Urteil herzlichst bedanken. Auch wenn uns bewusst ist, dass damit das Gebäude noch nicht gerettet ist, so sind wir doch guter Hoffnung, dass damit neue Initiativen für eine Sanierung und Neunutzung ergriffen werden. |
Albert Willeit, Bezirksobmann des Landesverbandes für
Heimatpflege Bruneck
11.10.2002.
ENSEMBLESCHUTZ
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Es fällt schwer zu verstehen, warum die Brunecker Gemeindeverwaltung sich ein neues Rathaus gebaut hat. Mit einem geringen Aufwand und nur bescheidener Erweiterung hätte das alte Rathaus im ehemaligen "Hotel Europa" die notwendige Unterbringung aller Gemeindeämter für die nächsten Jahre garantiert. Die Errichtung eines zusätzlichen Nordflügels wäre dafür völlig ausreichend gewesen. Aber die Brunecker sind traditionell niemals mit der Unterbringung Ihres Rathauses zufrieden, wie die zahlreichen Umzüge in der Geschichte der Stadt ausreichend beweisen. Jetzt allerdings scheint es allen Entscheidungsträgern ernst geworden zu sein: der Neubau hat alles bisher in Bruneck Dagewesene übertroffen. Der Beton-Glas-Bau ist unaufhaltsam in die Höhe geschossen und nur das Bezirkskrankenhaus kann damit standhalten. Angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil des Gebäudes an Dritte vermietet werden soll, fragt man sich, warum das neue Rathaus so groß ausgefallen ist. Die Unterbringung der Büros der Gemeindeverwaltung war dafür nicht ausschlaggebend. Was den gigantischen Platz vor dem Rathaus betrifft, bleibt nur zu hoffen, dass er nicht nur zum Veranstaltungsort für Vereinsfeste und Platzkonzerte wird. Wünschenswert wäre es, den Rathausplatz zur Freude aller Brunecker mit viel Grün zu füllen. Ob die Gemeindeverwaltung das überdimensionale Rathaus und den Platz davor allein für die Brunecker Bevölkerung errichtet hat, wird die Zukunft beantworten. | ||||
Walter Boaretto
FUNDSACHEN
Die Produktion einer Kilowattstunde
| kostet beim Reschen-Stausee 30 Lit. An die Bürger wird sie um 360 Lit. weitergegeben. Dazwischen sollte eigentlich schon ein Spielraum sein, um die Bürger durch niedrere Strompreise zu entlasten! |
Graun’s Bürgermeister beim runden Tisch zum Thema Energie,
im Sender Bozen
am 30.09.02
FUNDSACHEN
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Bewahre uns vor den Folgen kurzatmigen Denkens der Politiker, die oft heute das bauen , was morgen eingerissen wird! |
Gefunden im Buch „Weil Du uns trägst" Fürbitten, Herder Verlag
GEMEINDEPOLITIK
PUC = "Piano Urbanistico Cittadino" o "Per un’Utopia Concreta"?
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L’estate amministrativo-politica brunicense è stata sicuramente all’insegna del nuovo Piano urbanistico. L’accurata pianificazione della discussione consiliare tra le fila della maggioranza ha riservato però poca spettacolare tensione alla platea di cittadini interessati alle discussioni dall’esito già scontato. Le cinque ore di confronto meritano almeno un paio di considerazioni. La prima è da riservare all’impegno ambientalista che abbiamo scoperto tra i rappresentanti del mondo economico: hanno proposto e ottenuto una tosatura radicale delle aree da destinare alle imprese andando ben al di là di quanto proposto da noi Verdi. La necessità del risparmio del territorio e delle risorse; la mancanza di mano d’opera disponibile a coprire i bisogni che ogni nuova impresa o ogni ampliamento comporta; le ricadute sulla collettività in termini di richiesta di case, di servizi e di aumento del traffico, sono gli argomenti addotti e sono del tutto condivisibili. Appaiono però almeno inconsueti se manifestati da chi, fino a ieri, si era impegnato in Comune a ottenere aree da riempire di capannoni industriali e artigianali senza manifestare o accettare un confronto su nessuno di questi aspetti dello sviluppo. Delle due una: o abbiamo esaurito i "nostri" bisogni e non ci serve "altro" (o "altri"), o le leggerezze del passato hanno fatto scuola. Siamo propensi a escludere la seconda delle ipotesi perché, con una sola eccezione, nessun dubbio a sfiorato i rappresentanti del mondo imprenditoriale sull’uso del territorio, sull’assenza di personale a disposizione, sulle altrettanto gravi ricadute sull’intera comunità, sul prevalere della quantità sulla qualità, impliciti nell’ulteriore massiccio aumento delle camere d’albergo previsto dal progettista e approvato. E, per ampliare un po’ il raggio delle nostre considerazioni, nessun dubbio ma solo certezze vengono manifestate dal mondo imprenditoriale sui progetti di rettifica e allargamento della strada della Pusteria. Anche in questo caso l’inevitabile aumento del traffico e le prospettive di degrado dell’intera vallata vengono considerate il prezzo da pagare alla logica dello sviluppo necessario. Le contraddizioni sono però parte integrante del nostro essere esseri umani. Non ne sono privi neanche i rappresentanti della frazione di Riscone che sembrano scoprire, ora, il problema del traffico. Se questo rispettabilissimo impegno a salvaguardare la salute dall’impatto veicolare avesse preceduto la discussione sull’uscita della circonvallazione, se si fosse manifestato con la stessa energia quando si discuteva del raddoppio degli impianti di risalita a Plan de Corones, quando si metteva in dubbio l’opportunità di una nuova pista, quando ci si opponeva ai parcheggi della stazione a valle, se si fosse detto "no" al campo di golf e alla prospettiva di nuovi o più grandi Hotel all’ombra del Kronplatz, di quest’impegno avrebbero giovato anche tutti i brunicensi che da anni di questo problema sono ben consci. Per rimanere nell’ambito del traffico, nel nuovo Piano sono presenti le condizioni per avviare un nuovo modello di viabilità: l’anello Nord è previsto dietro la zona industriale; ci sono i parcheggi satellite e un garage sotterraneo nei pressi del Castello. Sono le premesse urbanistiche per offrire a brunicensi e ospiti una mobilità interna alla città più pedonale, più ciclabile, affidata a un sistema di bus frequenti e efficienti. Una città più ricca del verde dei giardini pubblici e delle promenaden lungo il fiume che potrebbero sostituire i parcheggi dislocati lungo l’asse delle circonvallazioni esterne. Il Piano urbanistico è un documento complesso e denso: riserva un po’ di posto anche ai sogni. |
Franco Nones
GEMEINDEPOLITIK
Der Bauleitplan und die Wirtschaft, oder: Der Durchmarsch der Demagogie.
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Tourismus Hier ist man anscheinend von dringenden Geboten der Mäßigung völlig unbelastet. Die Devise lautet: „Wer rastet, rostet! bzw. wir verbauen sofort alles Verbaubare!" Besonders die Reischacher erkennen Nachholbedarf; das „Investitions- Gleichgewicht zwischen den Kronplatzanrainergemeinden" muss angeblich wiederhergestellt werden und für „Qualität" müsse gesorgt werden! Dieselbe gibt man vor, durch den Bau neuer Aufstiegsanlagen, Abfahrtspisten und immer neuer Tourismuszonen, Eigenbedarfs-Golfplätzen, in den Konsequenzen nicht durchdachter Verkehrsinfrastrukturen, usw. erreichen zu müssen. In den Tourismuszonen wird die Kubatur willkürlich erhöht; in den Durchführungsbestimmungen kann man lesen, dass das Land für Tourismuszonen eine Baudichte von 1,2 m3 pro m2 vorsieht. Bei der Tourismuszonen Reiperting beträgt sie 2,2; bei der Herzl Alm 2,5! In den Tourismuszonen- Restauration- kommen zu den bereits bestehenden 219 Sitzplätzen weitere 500 hinzu. Der Bauleitplan- Planer Arch. Moroder selbst spricht von einer „starken Kapazitätssteigerung" an der Talstation. Gleichzeitig will man offenbar mit dem durch diese Politik geförderten Verkehr nichts zu tun haben! Durch die Verhinderung der Pustertaler- Straßen- Neutrassierung wurde die reibungslosere Zu- und Rückfahrt der vielen, für derartige Massenstrukturen erwünschten „Quantitäts"- Tagestouristen" erschwert. Dadurch wären die Kronplatzpisten noch voller und die meisten Beherbergungsbetriebe sowie beispielsweise die Brunecker Stadtgasse noch leerer! Gäste, die Urlaub nicht mit verstopften Pisten und Straßen assoziieren wollen, bleiben aus, was unsere Detail- Wirtschaftsvertreter aber nicht weiter kümmert. Verkehr Jedenfalls scheint dieses entgangene Riesengeschäft zu Lasten der Bevölkerung und der Gesamtwirtschaft Rachegelüste der Gemeinderats- Wirtschaftsvertreter provoziert zu haben. Bei der Bauleitplandebatte im Gemeinderat entdeckte G.R. Außerhofer sein Herz fürs „wunderbare Moessmerwiesele", das doch durch den Bau der geplanten Moessmer- Ausfahrt- nicht „verschwendet", sondern mit weiteren Kondominien verbaut werden sollte! Dabei werden Erinnerungen wach an die Geschichte der Tennisbrücke und den von denselben Kreisen mit denselben Hintergedanken „angedachten" Nichtbau des Freibades in Bruneck! Frau G.R. Moser- Werth setzte die Behauptung in die Welt, die Moessmerrampe koste 12 Mrd. Lit.- ungeachtet eines schlüsselfertigen Planes von Ing. Manfred Ebner/ Meran, der maximal vier Milliarden errechnet, von denen man zudem noch eine vom Landeshauptmann zugesagte weitere Milliarde für den Bau der Moessmerrampe abziehen könnte! Die suggerierte Botschaft: Man baue doch stattdessen endlich die Kuntnerrampe! Was dies verkehrstechnisch bedeuten würde braucht eine Wirtschaftsvertreterin ja nicht zu kümmern! Stadtrat Volgger haut in dieselbe Kerbe und schlägt allen Ernstes den Bau der Kuntnerrampe anstelle der Südausfahrt/Reischach vor. Somit wäre das alte Konzept von zwei Zufahrten zum Kronplatz quer durch Bruneck wieder am Tisch; bei gesteigertem Verkehr für die Brunecker und für die Reischacher Straßen- Anwohner! Wenn solche Vorhaben und Interessensvertreter weiterhin Gehör finden sollten, kann man eine umfassende Verkehrsberuhigung im gesamten Brunecker Gemeindegebiet definitiv zu den Akten legen. Das in der SVP- Gruppe mehrheitsfähige Festhalten an der Schließung des Nordrings in offener Bauweise ist angesichts vorliegender Berechnungen, die eine Tunnelvariante unterm Strich und langfristig als günstiger ausweisen, eine weitere Verhöhnung der Offensichtlichkeit. Verantwortlichkeit für die Landschaft, die Umwelt, die Lebensqualität und für die nächsten Generationen scheint jedenfalls, zumindest für Teile der sogenannten Wirtschaft, kein Kriterium zu sein. Schneller eigener Profit geht vor Allgemeininteresse! Vielleicht finden sich irgendwann Wirtschaftsvertreter mit Visionen und Sensibilität für durchdachte Konzepte mit allgemeiner Akzeptanz? Anderswo hat man sich darauf schon längst geeinigt! |
Walter Harpf, SVP- Gemeinderat der Bürgerinitiativen Bruneck – B.I.B.
GEMEINDEPOLITIK
Bemerkungen zur Überarbeitung des Bauleitplanes
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Sie wurden dem Gemeinderat in der Sitzung am 18. 09.2002 vorgetragen. Als Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Familie, Kinder, Jugendliche und Senioren habe ich 5 Jahre an der Entwicklung des Leitbildes Bruneck 2020 mitgearbeitet. Ziel aller an diesem Prozess Beteiligten war es, ein lebens- und liebenswertes Bruneck für die Bürger von Bruneck zu schaffen, eine Stadt, wie sie sich laut Bürgerbefragung die Mehrheit der Bürger zum Wohlbefinden wünscht, eine Stadt also mit innerstädtischen Freiräumen als Naherholungsräume für Jung und Alt, eine Stadt mit sauberer Luft und Ruhe. Einige Maßnahmen hierzu hätten auch im vorliegenden Bauleitplan ihre Konkretisierung finden müssen. Wo ist aber der Grüngürtel bestehend aus Alleen und Promenaden geblieben, der wie eine Stadtmauer Bruneck umfangen und gegen die nördlichen Freiflächen abgrenzen sollte? Wo sind die neuen Grünanlagen und innerstädtischen Erholungszonen? Im Stadtentwicklungskonzept ist von Parkanlagen im Moessmer Bereich, im italienischen Gartl und am Stegener - Marktplatz die Rede. Wo bleibt die Vernetzung der Grün- und Freiflächen zu einem zusammenhängenden innerstädtischen Grünsystem? Wo sind die Raststätten am Ende von Spazierwegen? Im gesamten Gemeindegebiet ist die Baudichte erhöht worden- was ich auch für richtig halte- Im Stadtentwicklungskonzept Leitbild 2020 S.226 ist hierzu aber zu lesen: "Den erforderlichen Maßnahmen zur Nachverdichtung müssen entsprechende Wiederherstellungsmaßnahmen von Grün und Freiflächen gegenüber stehen." Wo ist in diesem Sinne für die Zone Europa-, Rom- und Marconistraße, wo die Verdichtung besonders groß sein wird, eine Freifläche im Bauleitplan vorgesehen? Viele Grünflächen im Bauleitplan sind Straßenböschungen oder Restflächen, die keiner anderen Nutzung zugeführt werden konnten. Ich hoffe, dass die nächste Überarbeitung des Bauleitplanes das allgemeine Bedürfnis der Bürger nach Freiflächen mehr berücksichtigt und dass man bis dahin wenigstens die größeren Grünflächen in einen annähernd Park ähnlichen Zustand bringt, ich spreche vom Tschurtschenthaler Park, der Grünfläche zwischen Odeon und Reischacherstraße, dem Graben, und dass auch die Uferpromenaden zur Gänze realisiert werden. Ich wünsche mir, dass die im Bauleitplan vorgesehenen Kinderspielplätze nach und nach auch verwirklicht werden. Wenn die Umwidmung eines Spielplatzes aus einem triftigen Grund erforderlich ist, so darf dies nicht ersatzlos erfolgen, sondern es muss die Verpflichtung für einen Ersatz damit verbunden sein. Im Leitbild wurde das Schaffen eines Fahrradnetzes für das gesamte Gemeindegebiet als vorrangiges Ziel formuliert. Laut Begleitbericht muss aber erst eine weitere Machbarkeitsstudie durchgeführt werden, ehe eine Eintragung in den Flächenwidmungsplan erfolgen kann. Dasselbe gilt für die Zufahrt nach Waldheim. Ich wünsche mir, dass es nicht nochmals 5 Jahre dauert, bis brauchbare Studien aufliegen, und dass das Fahrradnetz und die Zufahrt nach Waldheim dann auch ehestens realisiert werden. Ich befürworte es, dass die 5 Villen zum Ensemble erklärt und unter Schutz gestellt werden. Ich kann es aber nicht verstehen, warum man den Schutz nicht auch auf die Bauten in der Oberstadt, der Stadtgasse und am Graben, die nicht unter Denkmalschutz stehen, ausdehnt, wo sie in den Durchführungsbestimmungen bereits „wegen ihres geschichtlichen und künstlerischen Wertes und wegen ihrer architektonischen, typologischen und morphologischen Eigenheit" als Ensemble bezeichnet werden. Parallel zur Überarbeitung des Bauleitplanes wurde gegen den Wunsch eines Großteils der Bürger von Bruneck ( siehe Bürgerbefragung) eine Reihe von Maßnahmen für den Wintertourismus beschlossen. Dabei wurde mehr auf eine quantitative und als auf eine qualitative Erweiterung gesetzt. Über Infrastrukturen, damit der Sommertourismus neue Impulse erhält, hat man sich hingegen kaum Gedanken gemacht, ansonsten hätte man dem Fahrradwegenetz, Raststätten, Parkanlagen mehr Bedeutung im Bauleitplan gegeben. Was die Festlegung neuer Wohnbauzonen betrifft sollte man in Zukunft das Bedürfnis älterer Menschen, möglichst nahe beim Stadtzentrum zu wohnen, mehr berücksichtigen. Die angeführten Maßnahmen für den Verkehr im Bauleitplan: Schließung des Nordringes, Verlegung des Nordringes hinter die Industriezone, Bau einer Ausfahrt Mitte für Bruneck und Reischach sehe ich als notwendig, um die Stadt vom Verkehr zu entlasten. Zumal die Bürger in der Befragung den Verkehr im Stadtzentrum als besonders belastend empfinden. Für die Ausfahrt Mitte wird man sicher noch andere Möglichkeiten prüfen müssen, wozu sich die Verkehrskommission den Anrainern gegenüber bereits verpflichtet hat. Die angeführten Maßnahmen für den Verkehr machen aber nur dann einen Sinn und rechtfertigen die Kosten, wenn auch die weiteren Schritte folgen, die die Verkehrsplaner Prof. Tiefenthaler- Ing.Winkler, Ing,Pfeifer, Architekt Moroder und die Leitbildgruppe Verkehr vorschlagen, nämlich Erweiterung der Fußgängerzone im Stadtzentrum und das Schaffen von Stichstraßen vom Ring zu den Stadtvierteln mit ihren Parkplätzen und Garagen. 2012 wird es die nächste Überarbeitung eines Bauleitplanes geben. Vielleicht hat sich bis dahin die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch die Wohn- und Lebensqualität wichtige Voraussetzungen für die Attraktivität Brunecks als Wirtschaftsstandort sind. |
Dr. Margit Baumgartner/Sinner
GEMEINDEPOLITIK
Bauleitplan, Gedanken zur Reduzierung der Gewerbezone
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Für mich scheint die drastische Reduzierung der Gewerbefläche von ursprünglich 56.000 m² auf 18.000 m² nicht sinnvoll, da beim BLP über ein Dokument abgestimmt wird, das 10 Jahre lang seine Gültigkeit haben soll. Unverständlich scheint mir, dass gerade die Wirtschaftsvertreter im Gemeinderat diesen Abänderungsvorschlag eingebracht haben und trotz ausführlicher Diskussion keinen Kompromiss eingegangen sind. Durch diese Haltung werden Entwicklungsmöglichkeiten von bereits bestehenden Betrieben in Bruneck massiv behindert. Dabei möchte ich auf einen in Bruneck angesiedelten Betrieb verweisen, der sich seit mehreren Jahren um die Ausweisung eines Gewerbegrundes zur Auslagerung der Produktion bemüht, da der derzeitige Standort am Nordring aus Platzmangel keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr zuläßt. Weiters befindet sich die Produktionsanlage in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten, sodass die mit der Produktion zusammenhängende Lärm- und Staubentwicklung, sowie der tagtäglich starke LKW-Verkehr bereits öfters zu Protesten der Anrainer geführt hat. Um eine neue Produktionsstätte möglichst fern von Wohngebieten anzusiedeln und auf Grund der idealen Verkehrsanbindung zur Pustertaler-Strasse, wäre für diesen Betrieb vor allem die Gewerbezone Ost als neuer Standort in Frage gekommen. Durch die Nicht-Ausweisung dieser Zone, oder zumindest einem Teil davon, werden alle Pläne dieses Unternehmens zunichte gemacht. Ich frage mich, warum diese Aussiedelung verhindert wurde, obwohl dieser Betrieb für einen Gewerbepark sowieso nicht in Frage kommt. Ich bin zwar auch für eine Reduzierung der auszuweisenden Gewerbefläche, da mit landwirtschaftlichem Grund schonend umgegangen werden muß. Dabei sollte jedoch versucht werden, einen für alle tragbaren Konsens zu finden. |
Karl Felder, Gemeinderat
GEMEINDEPOLITIK
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Die Debatte im Gemeinderat, den Bauleitplan der Gemeinde Bruneck betreffend; hat es wieder einmal eindeutig gezeigt: der Großteil der gewählten Bürgervertreter fühlt sich nicht für die gesamte Gemeinde verantwortlich, sondern nur für sich selbst und für die von ihnen vertretenen Kleingruppen. Ob Fraktion, Berufskategorie, Wirtschaftsverband, Sportverein u.a.m., nur einzelne Gemeinderäte denken im Sinne des Gemeinwohles aller Bürger der Stadt. Diese Art und Weise Politik zu machen, geht auf Kosten jener, die genügend oder gar keine Befürworter im Gemeinderat haben. Es wäre deshalb dringend an der Zeit, dass manche Gemeinderäte ihre Vorgangsweise überdenken. Da ein Bauleitplan eine Gültigkeit von zehn Jahren hat, muss daran erinnert werden, dass es sich dabei um ein Lenkungsinstrument handelt, welches die Entwicklung der Gemeinde für einen langen Zeitraum bestimmt. Was sicherlich fehlt, ist eine für das gesamte Gemeindegebiet geltende Vision, welche die Verwandlung einer vom Verkehr geplagten, chaotischen, krankmachenden und damit nicht mehr lebenswerten Stadt ins genaue Gegenteil davon verwandelt. Dazu braucht es allerdings mehr als kleinkarierte Fraktions- und Kirchturmpolitik. |
Walter Boaretto
GEMEINDEPOLITIK
Das neue Freibad und die Kleinkinder
Endlich ist es so weit. Das Brunecker Freibad ist wieder geöffnet und wie es scheint, sind alle zufrieden. Wir haben ein schönes großes Becken, einen Beach-Volley-Platz und als absolute Neuheit einen „froxxy". Diese Einrichtungen sind bestimmt gut gelungen, aber kann es sein, dass der Schein vom wunderbaren Freibad nicht doch ein bisschen trügt? Wer kleine Kinder hat, wird in die Lobgesänge auf das neue Freibad nicht einstimmen können. An die Kleinsten hat man wieder ein klein wenig gedacht, mehr nicht. Der Sandkasten ist viel zu klein geraten. Eine Steigerung ist dann noch das einzige Kinderklo, wo man doch weiß, wie eilig es gerade kleine Kinder oft haben. Ein „froxxy" reicht, aber ein Kinderklo ist entschieden zu wenig. Gegen die zwei mit einer Rutsche verbundenen Planschbecken wäre nichts einzuwenden, wenn sie nur etwas größer geraten wären. Viel mehr als ein Alibi sind sie nicht, um so mehr, als die kleine Rutsche sehr oft vor allem von größeren Kindern benutzt wird. Wunder ist es keines, denn wer kein Kleinkind mehr ist und sich den täglichen Froxxy-Trip nicht leisten kann, wird viel Abwechslung nicht finden. Eine angemessene Rutschbahn für diese Altersgruppe müsste auf dem noch freien Gelände eigentlich noch zu machen sein. Auch die zwei „Hutschen" mittendrin sind nicht ganz ungefährlich. Ich weiß, dass man das Freibad unbedingt heuer öffnen wollte, aber ich zweifle, ob Planer und Kommissionen nicht doch die Zeit hätten finden können, die Einrichtungen etwas ausgewogener auf die verschiedenen Altergruppen abzustimmen, wie inzwischen von offizieller Seite auch zugesichert wurde. Weit vorausgedacht hat man hingegen bei den hohen Eintrittspreisen. Aber vielleicht ist es heuer noch möglich, kleine Ergänzungen zu machen, zum Beispiel auch noch zwei, drei, vier Bänke in der Nähe des Sandkastens. | |||||
Elisabeth Strobl
GEMEINDEPOLITIK
Grundverbrauch beim Bauleitplan
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Bruneck verbraucht seinen Grund und Boden. Die von der Stadtverwaltung geplanten Straßenbauten und die Gasleitung besetzen die kostbarsten Gründe; besonders im Norden der Stadt, wo Bruneck eventuell noch Entwicklungsmöglichkeiten hätte. Es würde sich auszahlen, die Schließung des Nordrings als Unterflurstraße zu bauen: landschaftlich gesehen sowieso, aber auch finanziell, wenn man mit etwas Weitsicht an die Sachen herangehen würde. Ab der Taufererstraße gegen Stegen zur Pfalznerstraße ist eine zweite Ringstraße geplant, knapp 20 Jahre nach dem Bau der ersten (München hat auch mehrere Ringe!). Das zeigt so richtig die Sorglosigkeit und Leichtfertigkeit im Umgang mit den noch freien Grünflächen am Stadtrand. Eine Ausfahrt für Reischach wäre mit minimalem Grundverbrauch zu realisieren, etwa mit Kreisverkehr. Oder läuft dies den Plänen einer Pustertaler Schnellstraße zuwider? Gewiss, momentan verliert einmal die Landwirtschaft, aber auf längere Sicht gesehen, gehen diese Flächen doch der Gesamtbevölkerung verloren. Denken wir ein wenig nach! |
Maria Knoll Hilber, St. Georgen
GEMEINDEPOLITIK
Die Stadt Bruneck wurde in den vergangenen Jahren vor allem im Zentrum durch viele Blumenanlagen zur Freude der Touristen und Einheimischen verschönert. Im Kapuzinergarten hat man eine schöne Erholungsanlage mit Kinderspielplatz gebaut. Diese wird auch das ganze Jahr hindurch mustergültig gepflegt. Aber wie geht es den anderen Spielplätzen? Trostlos sind sie, einige verwahrlost, alle führen nicht viel besseres als ein Aschenputteldasein. Die im Frühjahr verdreckten Sandkästen werden zwar vielleicht irgendwann im Sommer mit neuem Sand aufgefüllt, aber sonst passiert nicht viel. Etwas mehr Liebe zu den abgelegeneren Spielplätzen würde vielen Familien mit Kleinkindern sehr wohl tun. Es wäre eine gute Investition, denn die vielen schönen Spaziergänge entlang der Rienz oder zum „Sternwaldile" sind ja durch Hundekot verdreckt. Vielleicht könnte man diese „beschissene" Situation bereinigen, indem man wie gesetzlich vorgesehen endlich auch einmal Strafzettel ausstellt. Das Geld könnte für die Sanierung der Spielplätze hergenommen werden. Ein kleiner Tipp für alle Verwalter und Stadträte zum Abschluss: Einige der schönsten Kinderspielplätze des Landes im Burggrafenamt wären allemal eine Reise wert. Kleine Kinder und ihre Eltern würden es ihnen danken. | |||||
Elisabeth Strobl
GESCHICHTE
Zur baulichen Geschichte der Stadt Bruneck
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Wenn wir die Entwicklung der Stadt Bruneck untersuchen, so sind wir auf alte Quellen angewiesen. Bestens dafür geeignet sind neben Urkunden, zeichnerische Darstellungen oder Bilder. Unter vielen anderen seien hier einige hervorgehoben: Die zeichnerischen Rekonstruktionen von J. N. Tinkhauser, davon insbesondere eine die Bruneck im 14. Jh. zeigen dürfte[1], ein Bild von 1570, das sich im Museum Ferdinandeum in Innsbruck befindet[2], Das Bild am Hochaltar der Kapuzinerkirche in Bruneck, um 1630[3], Der Stich von Merian, zwischen 1550 und 1650[4], Die Zeichnung oder Lithographie des Ursulinenklosters, um 1800[5], Eine Zeichnung Tinkhausers von 1829[6], Eine weitere Zeichnung Tinkhausers von 1835[7].
Inwieweit natürlich ältere Drucke oder Bilder Zuverlässigkeitskriterien erfüllen, ist nicht immer leicht festzustellen. Im Allgemeinen kann aber gesagt werden, dass Baulichkeiten, oder deren Besonderheiten, die sich auf mehreren Werken wiederholen, als gesichert gelten können. Ziehen wir also die bauliche Entwicklung unserer Stadt anhand der genannten bildlichen Quellen in Betracht. und werden uns dabei an das Bild von 1570 halten: Phase 1): um seine Pustertaler Besitzungen vor dem Zugriff der expansionslustigen Grafen Albrecht von Tirol und Meinhard III. von Görz zu schützen, übersiedelt Bischof Bruno von Kirchberg und Wullenstätten[8] um 1250 seine Amtsgebäude von Aufhofen an den Ort der heutigen Unterstadt, am Fuße seiner Burg am Worberg. Hier befindet sich nun im Westen des Ballplatzes das Ballhaus, im nordwestlichen Eck dieses Platzes das Hohezornhaus, das bischöfliche Amtsgebäude, und das Neustifter Amtsgebäude, sowie das Richterhaus. Leute aus der Umgebung werden zum Ansiedeln überredet, indem ihnen Steuerfreiheit gewährt wird. Dafür verpflichten sie sich, eine Stadtmauer zu bauen. Ungefähr ab dem Saumüller wird ein Seitenarm der Rienz in einem Graben an der Stadtmauer entlang, bis zum Zwinger im Süden gezogen. Hier verläuft der Stadtgraben dann gegen den Felsen. Zwischen Ursulinenturm und Florianiturm befand sich der Teutsche Turm[9]. Am Florianitor überquert eine gedeckte Holzbrücke, etwa so, wie heute eine bei St.Lorenzen über die Rienz führt, den Graben[10]. Diese Brücke ist jedenfalls auf dem Gemälde von 1570 und dann noch auf dem Kapuzinerbild von 1630 sichtbar. Nach der Darstellung von 1570 macht die Stadtmauer gleich östlich anschließend an das Florianitor einen Knick, verläuft hier gegen Süden, indem sie praktisch den Ostabschluß der Florianigasse bildet und verläuft dann wieder nach Osten: dieser östliche Teil der Hintergasse fehlt also, während es eine westliche Hintergasse sehr wohl gab[11]. Möglicherweise findet die Stadtmauer in dieser ältesten Phase ihren Abschluß beim Paradeishäusl, wo angeblich in den Kellerfundamenten vor einigen Jahren der Rest eines Stadttores zu sehen war.[12] Phase 2): jedenfalls noch vor 1336, also als die Stadtmauer unter Bischof Albert von Enna dann endlich fertig wurde, war die Stadtmauer bis zum heutigen Ragentor gezogen [13]. Das sich dort auf der Außenseite befindliche Fresko mit dem Hl. Ulrich, Bischof von Augsburg, datiert 1388, wurde also bald nach der Vollendung der Mauer ausgeführt. Gleichzeitig mit der Fertigstellung der Stadtmauer, wurde diese hier am Ragentor auch zuerst mit einem Halbturm weiter oben verbunden, machte dann erneut einen scharfen Knick nach Osten und schließt dann zum Messerturm ab. Möglicherweise entstehen in dieser Zeit auch schon zumindest einige der Häuser der Oberstadt. Jedenfalls stehen hier mit Sicherheit die kleine Kirche Zu Unserer Frau und eine frühe Phase des Ragenhauses. Phase 3) es entstehen Anfang des 15. Jh. die Teiserhube[14] und um 1500 das Schloss des Ritters Bartlmä von Welsberg, heute Palais Sternbach. Phase 4) irgendwann zwischen 1570 und 1630 wurde dann mit dem Bau der Häuserreihe begonnen, die Florianitor mit Kälberkopf verbindet und die östliche Hintergasse einschließt. |
Carlo Sansone, Verein für Kultur- und Heimatpflege, Bruneck.
GESELLSCHAFT
Bruneck, am 15.10.02
Hundescheiße-Kinderspielplätze
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Nach häufigen Klagen von Eltern , die feststellen mussten, dass es offenbar niemanden stört, wenn Kinder anstelle eines halbwegs sauberen Spielplatzes mit einem stark benutzten Hundeklo vorlieb nehmen müssen – z.B. festgestellt am 15.10.02, 12.00, im Kinderspielplatz „Bruder Willram"-, trifft es wieder mal mich, was zu schreiben, „weil’s sonst ja eh niemand tut". Dies fällt mir leicht, da es sich in diesem Falle beim Kind um meine Tochter handelt. Auffallend ist jedoch, dass die meisten betroffenen Eltern, wie auch andere Mitbürger bei anderen Problemen, zwar hervorragend schimpfen und alles kritisieren, „sich dann aber doch nicht trauen"- aus welchen Gründen auch immer, selber aktiv zu werden, bzw. die beauftragten Stellen wenigstens über Missstände zu informieren. Ich bin Mitglied der Umweltkommission und muss sagen, dass genug über das Thema Hundekot geredet worden ist; auch über die nötigen Schritte. Nur die Taten sind halt noch immer überfällig! Das kann nur heißen, dass endlich damit begonnen werden muss, die Hundehalter, die beim „Gassi-Gehen" ohne das inzwischen an mehreren Stellen (gratis) abholbare „Hundescheißenecessaire" angetroffen werden, empfindlich zur Kasse zu bitten. Dabei könnte sich unsere Stadtpolizei des Dankes des überwiegenden Teils der Bevölkerung sicher sein! |
Walter Harpf - Gemeinderat
GESELLSCHAFT
Politiker-Sprache- über den Missbrauch der Worte
Die Politiker haben es fürwahr nicht leicht: alle schimpfen auf sie, aber keiner will selber einer werden, um es besser zu machen. Sie müssen an stundenlangen Sitzungen teilnehmen, Reden halten, Interviews geben, Statements abgeben und sachkundig Stellung beziehen, und das meist zu Themen, von denen die meisten nicht viel Ahnung haben. Doch es gibt ein probates Hilfsmittel, das die Politiker befähigt, rasch und elegant über diese Hürden zu springen: die Politiker-Sprache. Wer dieses spezielle Idiom beherrscht, kann mühelos Normalbürger einschüchtern, ihnen suggestiv ein schlechtes Gewissen einreden, unschöne Tatbestände schönreden, Bedrohliches verharmlosen oder verschleiern und Verdächtiges unter den Teppich kehren. Wer die Phrasen-Dreschmaschine jederzeit und allerorts mühelos anwerfen kann, wer hohle Worthülsen wie am Fließband zu produzieren vermag, wer die Sprache auf akrobatische Weise zur Heuchelrhetorik verbiegen kann, ist den Bürgern weit überlegen -zumindest mit der Zunge -, denn rhetorisches Leergut bietet für jeden Anlass die Möglichkeit, leicht beunruhigtes und aufmüpfiges Volk alsbald wieder "ruhigzustellen", auf dass es ja keinerlei politische Veränderung anstrebe. So wird die Ticketeinführung im Gesundheitsbereich in der 8-seitigen Hochglanz-Rechtfertigungs-Broschüre des Assessorates Saurer als "Steuerungsmaßnahme" verniedlicht, da "Gesundheit kostet" und "Qualität ihren Preis hat" ( z. B. monatelange Wartezeiten auf einen Untersuchungstermin !). Mit weiteren Worthülsen dieser Art soll uns kosten geplagten Bürgern ein schlechtes Gewissen suggeriert werden, darum "müssen wir ab sofort gemeinsam Verantwortung tragen", denn "das.Geheimnis des Lebens liegt in der Gesundheit", sogar die Poesie muss für diesen Blödsinn herhalten. Der "Kostenexplosion" muss daher "eine klare Absage" erteilt werden, auch anderen schlimmen Dingen hier. Ist irgend etwas faul im Gebälk, verlangt der Politiker "selbstredend eine lückenlose Aufklärung" -wo sind wir denn ? Neue Ideen und daher für die Volksvertreter von vornherein suspekt, müssen "gefälligst außen vor bleiben". Drohen die Zuhörer langsam hinüberzudämmern, verleiht der Redner seinem langweiligen Polit-Bla-Bla durch „energisches Betonen" und "Unterstreichen" etwas Pfeffer. Denn "energisch" sind sie alle, unsere Volksvertreter, die reinsten Energiebündel ! Wenn man etwas nicht genau weiß, dies aber in der Öffentlichkeit nicht zugeben möchte, "geht man davon aus" -ein ewiges Gehen ! Sportlich, sportlich, unsere Politiker! Wird gar einer dieser Spezies irgend eines Vergehens beschuldigt -dafür sorgt meist die Opposition -spricht man von einer "beispiellosen Diffamierungskampagne". Bei einer Diskussion muss der Assessor noch genau in seinem Amt „rückfragen" oder „sich kundig machen" , obwohl er seine Meinung zu dem betreffenden Thema "in keinster Weise" ändern wird. "Schritte in die richtige Richtung zu setzen" , ist ihnen ebenfalls ein großes Anliegen schließlich könnte man sich ja auch einmal verlaufen. Wenn sie sich ihre Bezüge kräftig erhöhen, ist es' nur eine harmlos klingende "Diätenanpassung", ebenso ist die Erhöhung der Selbstkosenbeteiligung in der Behindertenbetreuung zynischerweise eine "Harmonisierung". Wird der Hasenstall eines Kaninchenzüchtervereins von Politikern feierlich eingeweiht, "ist das ein Meilenstein in der Geschichte", vor lauter "geschichtlichen Meilensteinen" kommt man jedoch leicht ins Stolpern. Geld verteilen -vornehmlich vor Wahlen - das tut immer "die öffentliche Hand" sehr gerne, um das kritische Volk bei Laune zu halten. Aber ist dann meine Hand eine "nicht-öffentliche"? Der Philosoph Friedrich Nietzsche weissagte schon im vorigen Jahr- hundert, daß die wirklichen Machthaber der Zukunft eine neue, ganz spezielle Sprachregelung durchsetzen würden. Wie recht er doch damit hatte ! | |||||
Brigitte Comploj
GESUNDHEIT
Elektrosmog - ein Risiko für die Gesundheit
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Am 8. und 10. Mai 2002 organisierte die Verbraucherzentrale Südtirol die Aktionstage „Elektrosmog" in Bozen. Die wichtigsten Ergebnisse der Veranstaltung werden hier zusammengefasst. Umweltmediziner warnen Die Ängste und Proteste der Anrainer von Mobilfunkantennen werden noch immer damit abgetan, dass es heißt, ein Zusammenhang zwischen den Handymasten und gesundheitlichen Beschwerden bis hin zu bösartigen Tumoren sei noch nicht nachgewiesen. Der Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld widerspricht dieser Aussage: „Es liegen eine Unzahl von Untersuchungen vor und die belegen eindeutig, dass nicht nur biologische Effekte da sind, sondern auch gesundheitliche Auswirkungen." Er kritisiert die Tatsache, dass auf offizieller Ebene noch immer um Grenzwerte gefeilscht wird, die allesamt viel zu hoch liegen, während die Hinweise darauf, dass bereits minimale Belastungen zu bleibenden Schäden führen, immer deutlicher werden. Der Punkt ist, dass die Gruppe von so genannten Elektrosensiblen immer größer wird. Sie leiden bei entsprechender Exposition unter Schlafstörungen, Herz- Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Blutdruckerhöhungen. Neben diesen biologischen Störungen gibt es eine Vielzahl von Hinweisen auf schwerwiegende Schäden durch hochfrequente Strahlung. Das Problem sind vor allem Langzeitauswirkungen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind: Herzinfarkte, Schlaganfälle, Depressionen, bzw. auch Krebserkrankungen. Wissenschaftler aus aller Welt haben bei einem Kongress in Salzburg im Juni sämtliche Erkenntnisse zusammenzutragen, und diese Ergebnisse lassen keinen Zweifel darüber, dass hochfrequente Strahlung aus Handys und Handyantennen krank macht. Es geht jetzt darum, zu erreichen, dass auch die zuständigen Behörden diese Tatsache zur Kenntnis und den entsprechenden Schutz der Bevölkerung ernst nehmen. Nähere Informationen unter Handys nicht in Kinderhand! Besonders gefährdet von den Auswirkungen hochfrequenter Strahlung aus Handys und Mobilfunkantennen sind wieder einmal die schwächeren Glieder der Gesellschaft, also die Kinder. Sie haben sowohl als passiv Bestrahlte, also wenn in der Nähe des Hauses eine Mobilfunkantenne steht, als auch als Handybenützer mit einer starken gesundheitlichen Gefährdung zu rechnen. „Handys gehören auf gar keinen Fall in Kinderhände", so heißt es beim Netzwerk „Bürgerwelle" e.V., einer europaweiten Vereinigung, die sich mit den negativen Auswirkungen von hochfrequenter Strahlung befasst. Dipl. Ing. Sigrid Grubauer von der Bürgerwelle Graz weist auf deutliche Warnungen aus England hin, dass Kinder unter 16 Jahren das Handy nicht benützen sollten. Aufgrund der Forschungsergebnisse denkt die englische Regierung daran, ein Handyverbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zu erlassen. Die Forscher verweisen unter anderem darauf, dass schon nach wenigen Minuten Handy-Benutzung die Blut-Hirn-Schranke durchlässig werden kann. Dadurch können Gifte und Eiweiße in das Gehirn eindringen und Nervenzellen zerstören. Außerdem gibt es aus anderen Studien dringende Hinweise auf mögliche Erbgutschädigungen, sowie auf ein erhöhtes Kopf- und Augentumorrisiko. Neueste Untersuchungen in Österreich verweisen auf eine weitere Gefährdung und zwar, dass die Spermienqualität durch eine Exposition von hochfrequenter Strahlung verschlechtert wird. Eine Belastung der Genitalzone ist bei Buben vor allem dann gegeben, wenn sie das Handy eingeschaltet in der Hosentasche tragen. Bei dem von Kindern und Jugendlichen so häufig praktizierten SMS-Verschicken verlagert sich die Belastung auf jene Körperzonen, in deren Nähe das Handy beim Verschicken der Botschaft gehalten werde. Und da dies häufig unter der Schulbank passiert, ist wieder der Genitalbereich von der Strahlung betroffen. Die Bürgerwelle in Österreich fordert daher ein Werbeverbot für Kinderhandys und setzt auf flächendeckende Information von Kindern und Eltern. Aufklärung braucht es auch bei den LehrerInnen: Ein Handyverbot in der Schule, das für Schüler und Lehrer gilt, wäre der erste dringend notwendige Schritt. Nähere Informationen dazu: Vernetzung nun auch in Südtirol Die Verbraucherzentrale Südtirol bietet eine Infostelle für BürgerInnen, welche Informationen zum Thema Handys, Mobilfunkantenne und hochfrequente Strahlung benötigen, an. Die Infostelle wird von betroffenen BürgerInnen aufgebaut und geführt. Jeden ersten Freitag im Monat, jeweils von 16 bis 18 Uhr, wird Beratung angeboten. Interessierte können sich jederzeit bei der Verbraucherzentrale (Tel. 0471 975 597) für einen Termin vormerken oder einfach in der angegebenen Zeit vorbeischauen. Außerdem bietet die Infostelle die Möglichkeit der Vernetzung und gegenseitigen Unterstützung bei Initiativen gegen die Errichtung von Mobilfunkantennen. |
Verbraucherzentrale – Quelle: Naturschutzblatt
GESUNDHEIT
Früchtetees - Pestizide frisch aufgebrüht
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Apfel, Hagebutte, Hibiskus, Orange und Holunder: Früchtetees liegen voll im Trend. Kaum Zucker, kaum Kalorien, aber viel Aroma. Wer Früchtetee kauft, denkt an Gesundheit und Geschmack. Die Stiftung Warentest hat 50 Früchtetees getestet. Erschreckendes Ergebnis: Die bunten Mischungen enthalten Pestizide und hochgiftiges PCP (Pentachlorphenol). Holzschutzmittel im Tee Betörende Düfte und exotische Aromen: Früchtetees sind in. Sie heißen Fruits of Paradise, Sonnenuntergang oder Tropentraum. Aus der Traum: 28 Teeproben enthielten das hochgiftige Pentachlorphenol - kurz PCP. Die Chemikalie wurde lange Zeit in Holzschutzmitteln verwendet. PCP wirkt gegen Pilze und Schimmel und ist giftig. In Tierversuchen löste das Chlorphenol Krebs aus. Seit 1989 ist der Stoff in Deutschland verboten. Für Lebensmittel wurde PCP noch nie verwendet. Doch Lebensmittel enthalten Rückstände. Bis zu 0,01 Milligramm PCP pro Kilo sind für Tee und teeähnliche Produkte erlaubt. Die Stiftung Warentest fand bis zu 0,098 Milligramm in einem Kilo Früchtetee. Zehnmal mehr als erlaubt. Hagebutte mit Gift Wie kommt ein Holzschutzmittel in den Früchtetee? Die chemische Analyse entlarvte die Hagebutte. Sie ist in den Früchtetees fast allgegenwärtig und enthält oft PCP. Der Grund: Die Früchte werden auf Holzrosten oder in Öfen, die PCP-belastet sein können, getrocknet. So geht das Gift auf die Hagebutten über. Die süß-sauren, Vitamin-C-reichen Früchte der Heckenrose kommen meist aus Chile, China und den Balkanländern. Da hilft kein deutsches PCP-Verbot. Grenzwert überschritten Besonders unangenehm: PCP ist wasserlöslich. Je länger der Tee zieht, desto höher wird die PCP-Konzentration im Tee. Nach 15 Minuten Ziehzeit waren bis zu 31 Prozent des PCP-Gehalts in das Getränk übergegangen. Trinkwasser darf höchstens 0,5 Mikrogramm PCP pro Liter enthalten. Einige Früchtetees lagen deutlich über diesem Grenzwert. Erschreckend - denn Früchtetee dient als Durstlöscher. Er wird reichlich getrunken, auch von Kindern. Nur fünf sind rückstandsfrei Neben PCP stören vor allem die vielen Pflanzenschutzmittel. Die Stiftung Warentest analysierte die Tees auf 260 verschiedene Pestizide. 21 Produkte, darunter auch drei Bio- und drei Kindertees, enthielten mehr Pflanzenschutzmittel als der Gesetzgeber für Tee und teeähnliche Produkte erlaubt. Neun weitere Produkte waren immerhin deutlich mit Pestiziden belastet. Woher sie stammen, lässt sich nur vermuten. Wahrscheinlich sind die verwendeten Früchte gespritzt. Doch selbst aromatisierte Tees, die keine Früchte enthalten, sind nicht rückstandsfrei. Nur in fünf Tees wurden überhaupt keine Pflanzenschutzmittel gefunden. Die Testsieger heißen: Great Value Früchtetee, Reichelt Hagebuttentee, Teekanne FixFrutta, Spinnrad Erdbeer-Sahne und Westdeutsche Teegesellschaft Früchteteemischung. |
Stiftung Warentest – Quelle: Naturschutzblatt
IN EIGENER SACHE
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Gerichtsgebäude Welsberg in Forum Nr. 6- Juli 2002 Nach einem Telefonat mit Dr. Albrecht Lucerna, betreffend ein Foto vom halbzerstörten Gerichtsgebäude in Welsberg in der Mittelseite der letzten Forum- Ausgabe bedarf es der folgenden Richtigstellung: Für die Gestaltung der Mittelseite zum Thema Ensembleschutz bin ich persönlich verantwortlich. Die Auswahl der Mittelseite- Fotos und die Erstellung des lay outs geschahen unter großem zeitlichen Druck. Dabei wurde leider übersehen, dass die Einreihung des Gerichtsgebäudes- in dessen momentanem Zustand- unter den Objekten, bei „denen es leider zu spät ist" die falsche Botschaft vermitteln könnte. Das betreffende Verfahren ist, entgegen anderslautender Fehlinformationen noch nicht abgeschlossen und somit könnte es ebenso gut passieren, dass man das Gebäude restauriert. Deshalb gehört das Foto auf die Seite jener Objekte, die wir sehr wohl noch retten könnten! Ich persönlich wünsche dem Gerichtsgebäude noch ein langes Leben. Entweder im jetztigen Zustand, als Mahnmal gegen die Hemdsärmeligkeit und Überheblichkeit mancher Lokalpolitiker. Oder als restauriertes Schmuckstück für Welsberg; und als Symbol für die Einkehr eines Bewusstseins, das dem zunehmenden Verlust unserer Identität nicht weiter tatenlos zusehen will. |
Walter Harpf, Bruneck
14.08.02
IN EIGENER SACHE
Das ehrt uns!
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Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum sammelt und dokumentiert seit über 175 Jahren Publikationen aus und über Tirol. Durch Zufall sind wir nun auf die 6. Ausgabe der Zeitschrift Forum gestoßen, die natürlich bei uns nicht fehlen darf. Wir wären Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, wenn Sie uns zukünftig ein Belegexemplar zur Verfügung stellen könnten, bzw. die bisher erschienen Ausgaben zukommen lassen könnten, damit auch Ihre lobenswerte Initiative in Innsbruck dokumentiert wird. Mit einem herzlichen Dankeschön im voraus und freundlichen Grüßen |
Roland Sila, Bibliothek, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Museumsstr. 15, 6020 Innsbruck
14.08.02
LITERATUR
volksverbloedung im zeichen der tricolori: ein erlebnisbericht
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das maul hat's mir aufgerissen und nimmer hab's zu gebracht waehrend der ganzen live-uebertragung - vom volksmusikspektakel "gran brie der volksmusik" - aus meran. das wollt' ich mir geben, aber auch um der gewissheit willen, dass mit unseren steuergeldern mal was gescheites fabriziert wird. etwas mit nachhaltigkeit; etwas, von dem wir alle direkt profitieren! ja, volksmusik wollt' ich mir geben. hatte mir's komott gemacht samt speck mit brett'l, brot und ein liter'le hergerichtet. zuvor noch die tagesschau, und schon gings los; gruess gott meran! oh du allmaechtiger, auf was hatte ich mich da eingelassen. "total romantisch" gaben sich billige "albano" verschnitte - in blond - die tuerklinke in die hand in "santa monica". eine peinliche schlager-schnulze folgte auf die andere! wo blieb die volksmusik, auf die ich sehnendlichst wartete. zwischen den einzelnen interpreten super kommentare, welche dem niveau der dargebotenen musikeinlagen das wasser reichten. diese waren recht informativer natur. so weiss ich nun dass das törggelen die fuenfte jahrzeit ist ... dass, laut norbert rier, unsere badiotischen und gredner mitbürger "die ureinwohner" sind, welche "allein in einsamkeit" dahin fristen. aber auch, dass weder der schnauzer, noch alt-silvius, oder gar der pfalzner-tschusto zu den bekanntesten sidtirolern gehoeren. da sind: norbert rier, kurt oetzi, luis trenker und reinhold messner! welch ein quartett und sichere stichkarten. von aepfeln, wein und brot war die rede, aber von den leuten die in dem angepriesenen land hausen keine silbe! nicht einmal pusterer erdaepfel fanden erwaehnung. nur gut dass die ausfuehrungen der feschen moderatoren nicht auch playback eingespielt wurden, denn sonst waere ich um diese weisheiten gekommen. wieder was dazu gelernt! und die show? ja, was soll ich sagen, selbst frankenfelds "musik ist trumpf" war seinerzeit um laengen besser, als das, was da in meran dargeboten und mir's vors speckbrettl geknallt wurd'! wenn ich nicht genau wuesste dass ich keine brille brauch', so haette ich zum zweifeln begonnen bei den unscharfen bildern die mein heissgeliebter sender bozen mitunter fabrizierte. so kaute vor mich hin, nervoes gelangweilt an meinem speckbrett'l in erwartung von volksmusikalischen gustostueckerln. aber nein, es sollte nicht sein. der "verein zu foerderung der deutschsprachigen unterhaltungsmusik", wollte mich nicht begluecken. warum dann soviel wirbel in der presse im vorfeld und bei der gerichtsbarkeit? ein maennerchor samt jodelnder pfott haett'n diesen fernsehabend auch nicht mehr gerettet. ja, so sass da, mit mittlerweilen nur noch der neige in der flasche. so standen schliesslich die sieger fest. nur keine volksmusik war dabei ... scheisse!!! dr. durnwalder, unser ministerpräsident, und die krönung des abends folgte. an die zwoelfjahrige burgenlaenderin & co uebergab er eine mega wein flasche. in zeiten von neuer festkultur und 0,5 promill-grenze eine zumutung! sind wir ein land der flaschen, oder wie ist das zu verstehen? war wohl nicht die feine englische art, aber fuer diese ist der tiroler nicht bekannt und schon gar nicht unser landesfuerst. gut abgeschitten haben's ja, die unsern oder besser gesagt, die azzurri. dabei grueble ich noch immer, wie es das ladiner-duo schaffen konnten den zweiten rang zu erzielen? der gitarrist, kaempfte sich mit zwei akkorden durchs lied, wobei die linke hand am gitarrenhals angeklebt schien und die rechte hand ausser takt in die seiten schlug. und der kleine mit der bontempi im hintergrund war kaum praesent in den fernsehbildern. ja, das frag ich mich, wie dies moeglich war? aber wahrscheinlich hatten die "allein in einsamkeit" vegetierenden ladiner –ihrer sprache im liedgut beraubt – das mittleid des eurovisionspublikum auf ihrer seite. und der oberhammer! die sidtiroler haben sich selbst ein eigentor geschossen mit ihrem votum! haetten's das nockalm quintett nicht mit zwoelf punkten bedacht, so waeren "die ureinwohner" als sieger hervor gegangen. ja, dumm gelaufen... aber halb so schlimm, in meran waren's danach wohl trotzdem beim saufen! |
armin mutschlechner
070902
LITERATUR
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Dem Homo Sapiens sei gedankt, das Gleichgewicht der Schöpfung schwankt. Als "Zauberlehrling", immer dreister, erschafft er ständig neue Geister. Neben Auswahl, Züchtung und Hormonen, versucht er sich auch gern mit Klonen. Für kranke Wesen, kranke Pflanzen gibt's dann keine Lebenschancen. Dem Mensch fehlt jegliches Gespür, ein Holocaust für Pflanz und Tier . Rind, Huhn, Schwein und Schaf: SEIN Todesurteil bereits er traf. Und nun gellt noch ein Schrei durch’s Land : Feuerbrand- Feuerbrand! An Cotoneaster, Vogelbeer und Feuerdorn entlädt sich stracks des Volkes Zorn. Mit Schutzanzug, Zang und Scher' wird man des Bakteriums Herr. . später - mit vielen öffentlichen Moneten, kann man die sterile Schönheit wieder retten. ! Doch Einen Bonus hält die Natur sich bereit: Sie hat Zeit, sie hat Zeit!" |
Gerda Furlan
LITERATUR
Bruneck für Anfänger- nach unsystematischen und unalphabetischen Stichworten, 1. Teil
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Stadt Auch wenn Bruneck seit seiner Gründung amtlich als „Stadt" geführt wird, ist die genaue Bedeutung dieser Bezeichnung im spezifischen Fall weiter strittig. Insbesondere können viele Stadtbewohner nach wie vor nicht begreifen, was an Bruneck eigentlich so interessant ist, dass sich jeden Tag Tausende Nicht-Stadtbewohner veranlasst sehen, die örtlichen Straßen zu verstopfen. Weiters tun sich viele Stadtbewohner weiterhin schwer, bestimmte nicht-städtische Verhaltensformen abzulegen - wie z. B. für Strecken von über 70 Metern prinzipiell das Auto zu verwenden und sodann mit äußerstem Unverständnis zu reagieren, wenn im Umkreis von 300 Metern vom Zielort kein Parkplatz frei ist. Überhaupt lässt sich für viele das Wort „Stadt" am ehesten erklären mit „Ort zur konzentrierten Schaffung und Hinverlagerung von Problemen jeder Art". Was natürlich ein guter Grund ist, sich in sicherer Entfernung in gepflegten Einfamilienhauslandschaften niederzulassen und die Probleme den Leuten zu überlassen, die dumm genug sind, in der Stadt wohnen zu wollen. Fraktionen In Brunecks Fraktionen lebt der Geist der einst grausam eingemeindeten Ortschaften fort und kommt nicht zur Ruhe. Hauptzweck dieser Einrichtung ist es, ein allzu reibungsloses Funktionieren der Gemeindeverwaltung zu verhindern. Mindestvoraussetzung für den Fraktionsstatus ist der Besitz eines Kirchturms. Eine Fraktion ist unter anderem dazu berechtigt, eine eigene Feuerwehr samt Halle zu unterhalten sowie eigene politische Vertreter zu entsenden, die folgenden vier, bisher nicht schriftlich festgehaltenen Regeln verpflichtet sind: 1) Keine Zeit mit Angelegenheiten anderer Fraktionen verlieren. Nur gegebenenfalls auf die Tatsache verweisen, dass diese in der Vergangenheit immer alle bevorzugt worden sind. 2) Insbesondere sich nicht auf Probleme einlassen, die Bruneck-Stadt betreffen. Nur gegebenenfalls weniger Verkehrschaos und mehr Parkplätze in der Stadt fordern. 3) Niemals etwas zulassen, das der eigenen Fraktion zum Nachteil gereichen könnte. 4) Niemals etwas zulassen, das einer anderen Fraktion oder insbesondere der Stadt zum Vorteil gereichen könnte. Im Zweifelsfall ist stets der vierten Regel der Vorrang zu geben. Bruneck hat fünf richtige Fraktionen und zusätzlich noch die Fraktion Bruneck Stadt. Letztere verfügt zwar über ganze 6 Kirchtürme, allerdings auch über ein sehr mangelhaftes fraktionelles Bewusstsein seiner Bewohner, das auch durch vergleichsweise disziplinloses Wahlverhalten zum Ausdruck kommt. Stadtgasse War bis vor 100 Jahren praktisch die ganze Stadt und ist auch heute meist noch das, was man meint, wenn man sagt, dass man in "die Stadt" geht. Vor nicht allzu langer Zeit mischten sich hier Läden, Handwerker, Gasthäuser und Rindviecher. Inzwischen ist das Ganze etwas urbaner und stellt das Herz der Einkaufsstadt Bruneck dar. Das Warenangebot ist mittlerweile hoch spezialisiert. 80% der Geschäfte verkaufen Bekleidung der oberen Preisklasse, die übrigen 40% verkaufen Bekleidung der obersten Preisklasse. Der Rest sind Cafes und Geschäfte mit typischen Produkten der Nahversorgung wie z. B. Goldschmuck oder Markenparfüm. Es ist dringend davon abzuraten, in der Stadtgasse laut das Wort "Parkplatz" auszusprechen. Man riskiert sonst, von einem örtlichen Wirtschaftstreibenden in ein 90minütiges Gespräch über den Mangel derselben verwickelt zu werden. Die Stadtgassen-Forschungsabteilung hat einen Bedarf von 4,02 Parkplätzen je Quadratmeter Geschäftsfläche ausgerechnet, die jeweils maximal 22,43 m vom entsprechenden Geschäftseingang entfernt sein dürfen. Die Umsetzung dieser Vorgaben dürfte sich allerdings noch leicht verzögern, da es sich um ein schwer lösbares geometrisches Problem handelt, auf das der Zentralrechner bisher regelmäßig mit Absturz reagiert hat. |
Hans Peter Niederkofler
LITERATUR
Briefe eines Heimatfernen 03 - Gedanken zur politischen Situation in Italien
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Lieber Carlo, liebe Angelika, liebe kleine russische Prinzessin Katharina! Es gibt viele Arten von Pausen und keine ist wirklich erholsam, denn überall gibt es die Pausenjäger, die schon seit Ewigkeiten im Parlament dafür kämpfen, dass die Pausen verboten werden. Die Mehrheit war eines Tages für ein Verbot der Pausen, als ein schlauer Abgeordneter sich laut die Frage stellte, wie man überprüfen könnte, dass ein Mensch eine Pause macht. Plötzlicher panikartiger Aufschrei im Parlament und jeder einzelne nahm seine Stimme zurück, sprach von einer Mückenplage im Parlament, die zufällig soviele Arme bei der Abstimmung hochschnelllen ließ und selbstverständlich wird die Pause nicht aufgehoben, denn wer hätte schon das Recht die globale Pause abzuschaffen. Der Protokollführer des italienischen Parlaments war ein gewisser signore Matagg, Sohn einer im Krieg eingewanderten deutschen Familie, die sich im Wald verirrt hatte als sie Lebkuchen suchte und dabei versehentlich die italienische Grenze überschritten hatte. Dies war zumindest die offizielle Version und das Gegenteil konnte keiner beweisen, was den Vater Matagg furchtbar stolz und verwegen machte. Der Sohn war genauso fett wie verwegen und hatte viele Geschichten auf Lager, die das Böse im Parlament säten. Er war davon überzeugt, dass die er die Wahrheit sagte solange ihm die anderen nicht das Gegenteil beweisen konnten. Ganz im Sinne seines Vaters. Aber der Sohnemann ging noch weiter und erzählte jedem von seinem Glaubensgrundsatz und da dies ja recht vernünftig klang, glaubte ihm jeder. Man war auch zu müde um sich auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben. Außerdem war es ständig zu heiß. So erzählte der
Protokollführer Matagg seine Geschichten der zweiten Protokollführerin
signora Schawega während seiner Arbeit. Er vernachlässigte seine Arbeit
dabei nicht, sondern schwätzte nur, wenn die Abgeordneten fluchten und
sich schlugen. Er genoss diese regelmäßigen und zusätzlichen Pausen und
lebte ausschließlich für die Pausen, da er sie nutzte um seine Geschichten
loszuwerden. Am liebsten erzählte er der signora Schawega von der
furchtbaren und obszönen Bemerkungen der Abgeordneten über sie. Sie wurde
immer purpurrot dabei und fixierte dabei den Täter, der seltsamerweise
auch immer anwesend und in Sichtweite war. Sie starrte ihn während der
ganzen Sitzung an und vergaß dabei ihre Arbeit als zweite
Protokollführerin. Matagg war entzückt und Aber eines Tages drohte eben die Abschaffung der Pause und wurde wirklich abgeschaffen. Signore Matagg hielt die Abstimmung schriftlich fest und war untröstlich. Er war der Henker der scheinbar Gerechten und musste sich selbst verurteilen. Nach der Abstimmung gab es seltsamerweise eine Pause, da man sich noch nicht an das eigene Gesetz gewöhnt hatte. Es war eine bereits abgeschaffene Pause im Abgeordnetenhaus bis der bereits erwähnte Abgeordnete sich laut eine Frage stellte. Und plötzlich erzählten die feinen Herren des Hauses kunterbunte Geschichten von einer Mückenplage, der sie nur gemeinsam Herr werden konnten und dass alles ei Irrtum sei. Der Geschichtenerzähler Matagg hatte eine Sinnkrise. Instinktiv fühlte er, dass eine Lüge den Raum beherrschte, aber vor allem wusste er, dass die Mückenplage die momentane Wahrheit in dieser auch von ihm geschaffenen Welt war. Er blieb ruhig, da man die Pausen scheinbar wieder retten wollte. Leider war im Abgeordnetenhaus aber Ernst und Ehrfurcht geboten und signore Matagg hatte schon Protokoll geführt über die Abstimmung. Matagg fürchtete sich, da er unsicher war. Das erste Mal in seiner Laufbahn wurde eine Abstimmung annuliert und er wusste nicht weiter. Er griff zum Notfallhandbuch und er erfuhr daraus, dass eine Annulierung am selben Tag, aus welchen Gründen auch immer, unmöglich sei und ein Gesetz erst nach der Sommerpause abgeschaffen oder verändert werden könnte, da die Köpfe da wieder bewiesenerweise klarer seien. Zu diesem Zeitpunkt war Dienstag, der 10. Juli. Die Pausen des Sommers fielen also in den Bach. Matagg informierte die Abgeordneten über die Sachlage und das erste Mal war allen klar, dass das Gesetz über den Geschichten steht. So wurde auch das Pausenverbot zum Gesetz. Matagg errötete immer demütig vor allen Gesetzen wie auch vor diesem Gesetz, das stärker war als die Geschichte mit der Mückenplage und für die es keinen Gegenbeweis gab. Die Erziehung des Vaters, der in der Familie das personifizierte Gesetz war, ließ den Sohn Matagg noch immer zusammenzucken, wenn ein Gesetz beschlossen wurde. Er hatte deshalb eine Arbeit gewählt, die ihn emotionell wach hielt und an seinen hassgeliebten Vater erinnerte. Nun aber hatte er eine grässliche Entdeckung gemacht und herausgefunden, dass die Abgeordneten ihre eigenen Gesetze mit Geschichten angreifen und unwirksam machen wollten. Die Geschichten standen also über den Gesetzen. So grassierten inzwischen überall im Land Geschichten, die drohten Gesetze zu verändern, wenn nicht ein großer Staatsmann, an den sich niemand mehr erinnert, da er niemals im Ferseher präsent war, ein Gesetz durchgekämpft hätte, nach dem ein Gesetz erst nach der Sommerpause verändert werden dürfe. Aber am 10. Juli mischten sich die Abgeordneten ins politische Geschehen ein. Wieder einmal hatte der sehr geehrte Abgeordnete signore Perzufall die Idee, die Pausen abzuschaffen Und sie haben auch die Pause der Sommerpause abgeschaffen und wer Pausen abschafft, kann auch den Sommer abschaffen, wenn doch scheinbar fast alle ihr Gehirn als Überraschunggeschenk aus dem Waschpulverkübel haben. Und wenn der Sommer abgeschaffen wird, dann können Gesetze sofort geändert werden, da die Sommerpause nicht mehr existiert. Tatsächlich ist der gesetzliche Sommer heute noch immer in Kraft. Die Pausen darf man noch immer nicht machen und jeder leugnet eine Pause zu machen. Signore Matagg fürchtet sich vor dem Ende eines jeden Sommers, denn er ist der Protokollführer und erkennt die Gesichter vor ihm, die Geschichten mehr lieben und respektieren als Gesetze. Vielleicht fällt eines Tages einem ehrenwerten Herrn tatsächlich die Geschichte mit der Abschaffung des Sommers ein und es könnten jederzeit Gesetze verändert werden, auch im Sommer, die dann noch komischer wären als die Gesetzesentwürfe vor dem Sommer. Lieber Carlo! Wünsche einen schönen Urlaub und bis bald! |
Friedl Pircher
LITERATUR
„Mir san mir"– Realpolitik; Straßensatire- verstehen sie Spass?
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Seppl und Tondl*) beim gewohnten Watten mit den Rusina- Karten, auf halber Strecke, im Gasthaus an der Kreuzung nach St. Sigmund, vulgo „Zimat". Bei diesem miserablen Straßenzustand traut sich nämlich keiner von beiden die ganze Strecke zwischen Bozen und Sand in Taufers zu! Das macht die beiden wütend auf die Straße, die politischen Verhältnisse und die Niederungen der Demokratie. Die beiden würden übrigens Wert auf die Feststellung legen, dass sie bei solchen Gelegenheiten nicht besoffen sind, sondern lediglich "a bissl lustig" und meistens nur scherzen und über Belanglosigkeiten reden! Do Tondl wischt si in Schwoaß fa do Stirn und seifzt: „Prost, Seppl! Des isch jo wi a Ockkoweg; letza wi ba den Hupfa in Schtegn. Woasch no? Sem osch nettamol mitt an Ochziga driebofohrn gikennt, uhne dass dis ausnkatapultiert hot; den honni ihnan ondoscht wecktion gimocht! Und nebmbei, wieviel ba de Stroßn la Wattzeit draugeaht, sogg do Jaussohofa a olm; wos moansch du, Seppl?! Hekschte Zeit, dass mo ins eppas infolln lossn! Jowwoll; mir mochns wi ba di ondon guotn Gscheftlan; lodd la mi, Seppl; a Frau no jung, bring an oltn Monn no giwoltig in Schwung. Wersch schun segn!" Do Tondl haut in Pius Leitna-Lab Obo affn Tisch: Do Tisch knorrt fodächtig und hot ioz an Sprung mehr. "Woasch wos, Seppl: Do rett’ as mittn Weschenhuoba und mitn Kulifta, nocha setzt as enk mittn Jaichna und mit inson Grolli af an Tisch ba do Traudi und mocht a Studie. So groaß und toio wi meglich. Wenn si’s schluckn, mochmo a schions Gscheftl und bilebn insre (locht!) Wirtschoft. Wenn si rebelliern, fokafmo ihnan a Noitrassierung af do oltn Stroße (locht herzlich). Woasch Seppl, wi do Kamarx schun gsogg hot: man muss di Leit asso betriogn, dass si dobei a no glicklich sein (haut sich af di Schenkl und brillt joz fa lochn)!" Do Seppl prostit in Tondl zuo, jauchtzt fa Freide, knollt di Eva Klotz- Lab(l)dame affn Tisch und vostaucht sich an Fingo. A Glasl Roato fliogg affn Bodn. Di Wirtin lächlt und wischt au. "Auaa - Schei... ! - wi is moch, ischs folsch – fofluocht; hoass Teiffl! Des hoasst, jawoll, selbfoschtendlich, Tondl; du soggschs!! Af de Ort honni nocha in do Politik a mietziredn; war jo zi lochn, wenn i dess et irgndwonn dorichtat! I woas a schun wi moss’ungion: Mir baudn die olte-Stroßn- Noitrassierung af a Kronenbroate va 10 a holb Metto, di Stroße selbo obbo la af sibbmaholb, noa kenn mo olbm sogn, dass mo inson Bischluss inholtn, di elf Metto net zi ibboschreitn, und sowwiso la a kloane Stroße baudn. Fa de gonzn 8 Metto Kron’broate- Bischlisse fa friha redmo oanfoch nimma. Braucht jo niomand zi wissn, wos di Birga und di Bauon seit zwanzig Johr ibbro fordon und mit „moderat" moan! Tiomo oanfoch asso als ob olbm la fa ibbo elf Metto di Rede giwessn war. Des terfmo nocha obbo olbm la strecknweise mochn. Olbm widdo a Stickl, wi in Bruneck, in Milboch und Welschberg und Niddodorf. Siggsche wo; semm’ otts a ibbro et donoch ausgschaugg und nocha ischs dechto gong! Dess kemmo doweil woll! Noa bau mo di Sticklan longsom zom und zin Schluss hommo de „superstrada di montagna a scorrimento veloce" dechto gimocht, wi i se in Brissl und in Roum voschprochn hosch. War jo no schiana! Zi wos’ osch en de gonzn Stimm kriogg, wenni nocha di schionschtn Gscheftlan et mochn sollasch, wi mir welln!? Und ibbrigens: wer viel frogg, geat viel irr und die Obrigkeit und die Oltn sollsche in Ehrn holtn weil wer gegn in Wind brunzt, mocht sich di Hosn noß." "Jowoll; Prost!- horch zuo, Seppl: Mit de grion Raunza wermo mitn kloan Fingole fertig; a bissl letza sein de Elemente in insre eigenen Reihdn; des nimmp in leschto Zeit unguote Ausmoße un! Obbo wos willsch mochn, als Sommlpartei musche si la a win redn lossn. Villeicht kriog jo a do Hias no di Kurve. Suscht dransch du widdo ammol au oddo mir schick ihnan in Jokassiel. Af jedn Foll kaf mo in de a no di Schneid’ o; de gonzn Voreine wi do Familienvobond, do KVW, do Bauonbund und wi se olla hoaßn, brauchn jo a Beiträge, oddo? Schließlich wert ioz jo ibbro gschport! Isch niamand in Lond, der mi schmeißt, der mi fongg, der mi schmeißt, der mi schwingg, der mo's Ledole onimmp!" Do Tondl jauchzt fa Stolz af di eigine Hintotriebnheit, knollt di Müheike affn knorratn Tisch, und moant no: „Porzellona; jeds Trepfl a Fackl!". Di Wirtin und di ondon Gäschte foschtion net, schaugn entgeischtot und bisorgg, obbo mit Zuoneigung und Biwundorung. Di hibsche Kellnarin bring zielstrebig und rutiniert zwoa noie Flaschlan Roatn. Do Seppl fiehlt sich teiflisch schlau und schmunzlt: "Prost, Tondl; wort la. Mir lossn se a win zappl, nocha moch mo a Pressekonferenz in do Bizirksgimeinschoft, weil sem hom la finf Leit Plotz, in Juli oddo Auguscht, pol foscht niomand do isch und de wos do sein la in Urlaub in Kopf hobm. Dozehl tiomo ihnan natierlich nicht Ginauis. I garantier’ do, dass niomand eppas va de elf Metto Broate merkt. Mir missn la inson Hias fernholtn, sischt mochn ihn de PPP- Schmeißfliogn no Schwierigkeitn. Donoch sog mo a Weile nicht ma und wenn si decht no läschtig wern werf mo ihnan vor, dass si olbm raunzn pols schun zi spot isch (locht mitleidig). Woasch no wi si in Welsberg gimault und gitun hobbm; va wegn Rickstufung af Stroßnkatigorie 5. A gschickts Birgomeischtole wos mitn Oriss fan Girichtsgipaide und mit do Ausfohrt Mitte zifriedn isch und affoamo gett olls, wi e siggsch. Obbo wos iz do in Niddodorf los isch, voschteat koa Mensch. Obbo loss mo se la a win tion, wort mo no a win und donoch bau mo dechto und in di Leit sogmo, dass man leido et mittn in a zeitgimässo Stroße und la weils in di Niddodorfa passat, af di Londschoft, affn Lärmschutz und insra Bauon Ricksicht nemm konn, heintzitoge. Oddo? und dassis oanfoch zi spot isch und dass suscht no zehn Johr et gebaut wern kennat. Do kheart a ordntliche Strosse hin und basta!- sogmo; wi in Obfoltosboch und pan Haida Jergl dohoam und pa di Ungarn! Schließlich well mir zwoa wo groasse Europapolitik mochn! Oddo? Osche gimerkt, bolle mittn Hjergl vosprochn hosch, dass mo di E-66 et welln, wor widdo a poor Wochn a Ruo. War jo zi lochn, wenn grott mir mit Ricksicht af di Wähla unfongatn, wo mo di Stimm bis iotz jo olbm no automatisch kriogn!? In Vipeintna mochmo a no stillesein, mit sein Gschwätz fa die Eisacktola Fohältnisse. Des konna sich denkn, obbo er terfs decht et sogn, wenna af sei Position an Wert legg! In Untopuschtotol kennats sich obbo dechto no wehrn. Do braut sich moane eppas zom. De Brunecka Klicke gfollt mo olbm wioniga. „Aus an bitton Maul komman et siaß speibm!" Do Tondl isch af af oamo wi fowondlt und nimma zi kenn, rutsch unruhig af do Bonk hin und her, redit sich obbo glei selbo Muot zuo: "Na, na Seppl; iz schaug mo, dass inso Plan gilingg. Donoch moch mo inson Grolli zin Birgomeisto fa Bruneck, bifor monn ins Lond wähl loddn; schlioßlich seimo jo et undonkpor! Nocha gebbmo ihm an Haufe Geld fir viela schione Projekte, noa werd sich des mit der grion und sozialn Birgapaggasch schun auhearn! - Hennen, Kind und Weiboleit bringen in olla Nochborn in Streit! Olbm vorausgsetzt, dass i nocha no ’s Sogn hon; weil i hon gheart, dass i ’s negschte Mo in eiginen Tol nimma mit do Untostitzung fa olla rechn konn. Do redn a Poor umma, di Leit sollattn sich pa de Stroßn-und Bohngschichtn et ewig fir bled vokafn lossn!" A Träne kullot über Tondls Wonge. Do Seppl vosteat die Welt nimma, fosst obbo schließlich dechto schnell widdo Muot: "Na, na, wort la, Tondl. Wi’s Gscherr, so do Herr! I sogat, mir sollattn zierscht amo de PPP eliminiern oddo zimindescht inschläfon. Ioz, wo mo foscht in Ziel sein! Wenn di Leit bis ioz et mietkriog hobm, wos mo do baudn, wer mo ins et in leschtn Moment no Probleme mochn lossn!? Des wert inso "Hiasl fan Nikkolaus" wo dorichtn (boade grinsn tamisch, hämisch und missginschtig). Den passt des ols moane selbo nimma, dass a de „Pixe fa do Valdaora, oddo Pamdorra", oddo wi des hoast, augitun hot; mit sein "ibboparteilich" und seina Spielzoigziege. Letza wi de Vinschga! Se war jo eh koa Problem, wenn se ins la mit do Stroße tion lossn! Sem erledigt sich des mit do Bohn nocha fa alloane! Nebmbei hommo se aso wionigschtns a win unto Kontrolle; do fenn mo schun in oan odo ondon, wos ins ols dozehlt! Und ausschaugn tuats a wi wemmo demokratisch warn (locht dogibbig). Fa der PPP- Pande, wos si do ungsommlt hot, konni obbo la wornen! Do solln a poor va do Union und do Glang dobei sein und a poor wos nettamol insre Sproche redn, moant do Jokassiel! De pochn iotz af inson Bischlussontrog zin Puschtra Vokehr fan Novembo. 12 fa insriga hom sem mietgstimmp; wi des la passiern gikennt hot!? Nicht zi wundon, wenn olla moan, mir hettn des erst gimoant! Di Grion und do Pleitna wellattn ioz frisch oan mittn gleichn Inholt inbreng. Kimmp et in Froge, weil ioz Wohlzeitn sein, sogmo. In Londtog wer mo anno zi kuschn mochn. A giwisso Lutarini soll ibbrigens schun widdo di Rickstufung fa do Stroße gfordot hobm und scheint’s warsch du an Ort Diktator! Olls wos recht isch! Entwedo mir erledign se iotz, oddo nimma; sischt kemmo ins glei olls gfoll loddn und in de s’Feld ibbolossn. Wi schaug mo en sem aus?! Wi sich de la gitraudn, sich Pro Pustotol zi hoasn! De Sachilan hommo olbm no unto ins ausgimocht; des isch „cosa nostra"! (lächt mochtbiwusst) Wort la, do stellmo in Hiasl un. Der isch obbo meglichoweise selbo et gonz saubo; der soll jo koana Faxn mochn; sischt konna glei selbo do Londeshias wern, wenna sich gitraut!
Do Tondl isch ioz schun widdo zifriedina: "Jowwoll, Seppl, Prost, zin Wohle- war jo zi lochn, porzellona no amol! Di „DoloPravda" wert wo hoffntlich weitahin in di Leit nicht Wesntlichs dozehln, obwohl man pa der noistn Mebna- Umweltlinie af olls gfosst sein sollat! Und di „FF" und di „TZ" lest zin Glick eh niomand. Af jedn Foll geat as ioz weitahin af Werbetour und di Birgomeistolan biorbatit as jo schion oanzeln und hinto foschlossina Tiern! So eppas wi in St. Lorenzn terf sich nioma widdoholn! Obbo zin Glick hom di Leit s’ Gidächtnis fa Oantogsfliogn. Wiggsogg, nocha mochtas widdo amol a poor Presseaussendungen und Bizirksleitungssitzungen mit di Induschtrielldn und mittn Jokassiel; und s’ Chgartnale, do Jaussohofa oddo do Hpfux oddo frisch do Vipeintna kennattn ruhig a widdo amol eppas sogn! La oft owexln, nocha schaug’s aus, as wi wenn as fir olle Puschtra und fir di „foreinigte Wirtschoft" redat; und jo olbm mit groassa Pressefoto in do „Dolo Pravda"! Des kriagg as schun hin, wearsch segn! Do Hiasl muss hot olbm a guate Ausrede hobm weckzibleibm; der konn olbm sogn, dassa irgndwo a Predigt zi holtn hot oddo dass do Zug Fospätung ghob hot (grinst beasortig). Jednfolls, des wert ioz gimocht und basta, wiggsogg; porzellona, do isch et long zi ploddon! War jo no schiona; „wer si selbo kitzlt, locht boll’a will! Obbo ioz reichts! Mir welln ins decht et di Laune und’s Kortale vosaudn loddn, oddo? Pros..tata, zin Wohlele, porzellona, tschiers, salutt (rülps)!" Di Kortn knolln widdo efta; do Seppl schleidot se ioz mit do Linkn und kropft olbm efta. Minuttn späta, pan Kury & Kasslatta- Ass, krochts giwoltig und do Tisch geat endgiltig zi Bruch. In Seppl ischs ioz dechto a win peinlich: er plerrt foscht fa Wea und holtit sich mit Doborm- erregendn Augnauschlog in linkn Orm. Di Wirtin isch’s giwehnt und lächlt folegn, obbo kompliznhoft und voständnisvoll va oan Oare zin ondon und sulzt zi do feschn orietalischn Kellnarin: "Di beschtn Geschte hom obbo olbm no mir; weisch, des sein zwoa gonz feine!" S’ schneidige Madl foschteat Bohnhof und bring, bifor sich’s jemand fosiecht, zwoa noie Floschn Wiesswein. .... Di boadn Polizistn, wos di leicht lustign Korta donoch in di jeweils richtige Richtung affn Ockoweg inweisn miosn, wortn olbm no brav und dofriern schun seit drei Stundn. _________________________ *Jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen ist selbstverständlich rein zufällig |
Von Waharpf & Carsansone & Bricomploj
THEATER
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Schreibt man in Südtirol einen Brief an Landes- und Gemeindepolitiker - bekommt man ihn dann, weiß Gott warum in verschiedenen Zeitungen wieder serviert. Aber leider nur auszugsweise aber, was die grundsätzliche Aussage des Schreibens zwar nicht verändert, den Lesern aber eine unvollständige Information vermittelt. Wir schrieben vor kurzem dem Landesrat für Kultur, dem Brunecker Bürgermeister und anderen Politikern einen Brief, mit der Bitte sich über die Zukunft des Brunecker Stadttheaters einige Gedanken zu machen. Da die Subventionen, die das Theater bekommt, eindeutig zu niedrig sind um das gewohnte Pensum und die bewiesene Qualität auch weiterhin aufrecht zu erhalten, haben wir die zuständigen Politiker gebeten, eine klare Entscheidung zu treffen. Braucht es ein Stadttheater oder nicht? Will man sich eine kulturell ganzjährig tätige Institution weiterhin leisten – oder soll das Kulturangebot einer Stadt nur mehr von Agenturen und Managern mit einmaligen „Events" abgedeckt werden? Wahrscheinlich hat man sich einfach nur daran gewöhnt, dass wir seit Jahren anspruchvolles Theater anbieten – für ein „Trinkgeld". Leider wissen die Leute nicht, wie viel Geld (auch zu Recht!) für andere kulturelle Tätigkeiten oder Events ausgegeben wird - sie hören nur, dass wir schon wieder mehr Subventionen verlangen, aber nicht dass wir nur so behandelt werden möchten wie andere auch. Wenn in Südtirol ein Theaterverein (auch zu Recht!) - für
wesentlich weniger Theaterproduktionen - und viel, viel weniger
Aufführungsabende, von der öffentlichen Hand 10 mal soviel Geld bekommt
wie wir, so ist das eine politische Entscheidung! Und die müssen wir halt
akzeptieren. weil wir als Verein nicht mehr in der finanziellen Lage sind die gewohnte Qualität aufrecht zu erhalten; weil wir keine Lust mehr haben, viel Arbeit, Verantwortung und Risiko auf uns zu nehmen - und nicht mehr gewillt sind weiterhin unser privates Gel |